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Freitag, 29 Januar 2021 00:38

Produzierender Mittelstand in der Corona-Zwickmühle: Investieren oder nicht?

Geschätzte Lesezeit: 2 - 3 Minuten

Über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise wird täglich diskutiert – der Stuttgarter ERP-Anbieter Planat hat dazu 250 mittelständische Unternehmen mit eigener Produktion befragt: 60 Prozent der Unternehmen schauen wenig optimistisch in die Zukunft, während 40 Prozent sehr deutliche Auswirkungen auf die Arbeits- und Produktionsprozesse spüren.

Das hat Folgen für die Digitalisierung – bei 68 Prozent der Unternehmen werden die IT-Budgets beschnitten. „Die Branche ist in einer Zwickmühle: Neben Corona geben auch die drastischen Änderungen im Automotive-Sektor durch den Wandel zur Elektromobilität einen bremsenden Effekt auf Investitionen, die aber dringend zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit nötig wären“, analysiert Christian Biebl, Geschäftsführer von Planat. Der mittelständische Anbieter der ERP/PPS-Lösung FEPA arbeitet seit bald 40 Jahren in dieser Branche und befragt regelmäßig für die Studie „ERP-Herausforderungen“ Unternehmer und IT-Verantwortliche aus dem Mittelstand. Erschreckend dabei: In 60 Prozent der befragten Unternehmen gibt es immer noch Medienbrüche und Zwischenlösungen, die über Papier oder Excel-Sheets die Digitalisierung hemmen und wertvolle Zeit kosten.

Weg mit dem Papier

Dabei hat vor allem die Corona-Krise gezeigt, wie wertvoll papierlose Prozesse sind. Von jedem Ort der Welt kann über Dashboards Einblick in die Firmenperformance genommen werden. Zwar kann eine Produktion nicht im Home Office stattfinden – die gesamte Verwaltung, von Einkauf über Vertrieb und Service, kann jedoch sehr gut auch außerhalb des Büros funktionieren. „Papierbasierte Prozesse und gebastelte Zwischenschritte auf dem Weg vom ERP in die passende Abteilung hemmen die Effizienz und erschweren das Tagesgeschäft – zudem ist nichts anfälliger für Fehler als ein Medienbruch“, sagt Christian Biebl von Planat. Die Prozesse selber genießen nicht genügend Aufmerksamkeit: 28 Prozent der befragten Firmen überprüfen die Prozesse nur alle fünf Jahre, 16 Prozent sogar nur alle fünf bis zehn Jahre. Keine Überraschung also, dass der deutsche Mittelstand sich selber ein schlechtes Zeugnis zum Thema Digitalisierung ausstellt: 56 Prozent sind der Meinung, die Unternehmen aus dem KMU-Sektor hinken hinterher.

Customizing und Automation

Dennoch sind sich 72 Prozent der Befragten sicher, dass die Cloud und automatisierte Produktion immer stärker werden – und das ERP-System diesen Weg mitgehen muss. 84 Prozent sind sicher, dass ERP eine unbedingte Voraussetzung für den Ausbau der Digitalisierung ist, 88 Prozent sehen Machine-to-Machine-Kommunikation ebenso als Grundlage. Customizing einer Standardsoftware ist für 76 Prozent der produzierenden Unternehmen wichtig – ebenso wie die Auswahl eines Lösungsanbieters. Hierbei überzeugen vor allem die Branchenerfahrung des Anbieters (80 Prozent), Referenzkunden und ihre Erfahrungen (72 Prozent) und die Geschwindigkeit der Projektumsetzung (60 Prozent). „Es gibt einen Paradigmenwechsel im ERP-Markt. Wer sich früher von schierer Marktmacht hat blenden lassen, wählt heute sehr viel sorgfältiger aus, wer das Projekt implementiert und wie der Zugriff im Problemfall ist“, sagt der Planat-Chef. Das Unternehmen genießt im produzierenden Sektor eine Sonderstellung und ist optimal auf die Prozesse dieser Unternehmen ausgerichtet. Dabei ist Planat nicht nur Hersteller, sondern leistet auch persönlichen und direkten Support – ein wichtiges Kriterium, bei dem sich auch die Befragten einig sind: 100 Prozent wünschen sich unmittelbaren Service von ihrem ERP-Partner.

Weitere Informationen

  • Ausgabe: 3
  • Jahr: 2021
  • Autoren: Redaktion

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