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Mittwoch, 15 April 2020 09:30

Jahresstart mit Auftragsminus – auch im Leiterplattenmarkt DACH sinken Umsatz und Aufträge

Geschätzte Lesezeit: 2 - 3 Minuten

Bei den Auftragseingängen verzeichnete die deutsche Elektroindustrie laut ZVEI im Januar ein Minus von 7,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Während die Inlandsbestellungen deutlich rückläufig waren (-15,3 %), gaben die Bestellungen aus dem Ausland nur moderat um 1,1 % nach. „Die verhaltene Ordertätigkeit 2019 hat sich mit Beginn dieses Jahres zunächst einmal fortgesetzt. Dabei sind die Effekte durch den Corona-Virus in den Januarzahlen noch gar nicht enthalten“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. Gegenüber dem Vormonat haben die Elektrounternehmen ihre Produktionspläne im Februar kaum angepasst – allerdings ist auch hier der Corona-Effekt noch kaum berücksichtigt. Dies gilt auch für das Geschäftsklima, das im Februar nach zuvor vier Anstiegen in Folge etwas nachgegeben hat und jetzt mehr oder weniger auf der Null-Linie liegt. Sowohl die aktuelle Lage als auch die allgemeinen Geschäftserwartungen wurden hier schlechter bewertet als im Januar.
Zum Jahresende 2019 zählte die deutsche Elektroindustrie insgesamt 885 400 Beschäftigte im Inland. „Das waren knapp 5000 weniger als Ende 2018. Damit ging die Zahl erstmals seit drei Jahren wieder etwas zurück“, so Dr. Gontermann.
Der Umsatz der deutschen Elektrobranche belief sich im Januar auf 14,8 Mrd. € – ein Rückgang um 3,4 % gegenüber dem Vorjahr. Der Inlandsumsatz gab um 4,8 % nach, der Auslandsumsatz sank um 2,1 %.
Leiterplattenmarkt: Das Jahr 2019 war für die Leiterplattenhersteller der DACH-Region von fallenden Umsätzen und weniger Auftragseingängen gekennzeichnet. Als Gründe dafür lassen sich primär die Unsicherheiten durch den Brexit, die Krise der Automobilindustrie und der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie den USA und Europa anführen, wie der ZVEI-Fachverband PCB and Electronic Systems berichtet.
Der Umsatz im 4. Quartal 2019 ging um 11,8 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück. Im gesamten Jahr 2019 fielen die Umsätze um 11,1 % gegenüber 2018. Allerdings waren die beiden Vorjahre durch die Engpass-Situationen bei Kupferfolie im Jahr 2017 und Bauteileknappheit im Jahr 2018 gekennzeichnet. Dadurch hatten sich 2017 und 2018 Aufträge nach Europa zurückverlagert. Dies machte sich auch im Auftragseingang bemerkbar. Im Vergleich zum vorangegangenen 3. Quartal ging das Bestellvolumen um knapp 7 % zurück, im Laufe des gesamten Jahres reduzierte sich der Wert von Neuaufträgen um 11,4 %
Hierbei spielte besonders der Automobilsektor eine Rolle. Dieser konnte das langfristig geplante Auftrags- und Produktionsvolumen in Hinblick auf die Dieselaffäre und der Umstellung auf alternative Antriebe nicht realisieren. Für das Jahr 2020 erwarten die Leiterplattenhersteller keine wesentliche Besserung. Trotz der gefallenen Umsätze ging die Mitarbeiterzahl im Berichtsquartal nur um 2,2 % zurück.-dir/vk-

www.zvei.org

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  • Ausgabe: 4
  • Jahr: 2020

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