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Galvanotechnik

Dr. rer. nat. Heinz Gerlach feierte 90. Geburtstag

2017 02 Gerlach Images Stories Redaktion GT Bilder Aktuelles Thumb Medium360 0 Am 9. Februar konnte Dr. rer. nat. Heinz Gerlach seinen 90.Geburtstag begehen. Geboren in Dresden und aufgewachsen in Radeberg erlangte er den Kriegsabschluss 11. Klasse am dortigen Humboldtgymnasium. Später folgte ein Pädagogikstudium im Hauptfach Chemie, Studienabschluss mit Diplom an der Universität Leipzig.

Hier gab es den ersten Kontakt zur „Galvanotechnik", eine Begegnung mit Heinz Leuze vor seinem Weggang aus Leipzig und dem Verlagsneuaufbau in Saulgau. Während seiner Industrietätigkeit wurde Heinz Gerlach für eine Promotion abgelehnt. Glück hatte er bei Prof. Schwabe, Direktor des Institutes für Physikalische Chemie und Elektrochemie an der damaligen TH Dresden. Schwabe wurde Doktorvater, Promotionsthema „Galvanische Abscheidung von Aluminium aus wasserfreien Lösungsmitteln". Bald lernte er Prof. Bilfinger kennen, seinerzeit Leiter der Entwicklungsstelle VEB Galvanotechnik Leipzig (vormals Langbein Pfanhauser AG), der am Institut eine Professur für Galvanotechnik inne hatte. Heinz Gerlach war über Jahre sein Assistent und leitete sein Praktikum. Nach der Promotion blieb ihm eine Anstellung und mögliche Karriere an der damaligen Technischen Hochschule Ilmenau versagt. Anders bei Prof. Hartmann, der in Dresden mit der Gründung der Arbeitsstelle für Molekularelektronik (AMD), später Zentrum Mikroelektronik Dresden (ZMD), Mitarbeiter suchte. Hier beschäftigte sich Dr. Gerlach mit vielen oberflächentechnischen Prozessen: Verfahrensentwicklung zur Reinstwasserherstellung, Abscheidung von Kadmium-, Zink-, Zinn-, Messing- und Nickel/Chromüberzügen in der institutseigenen Galvanik. Direkte Metallkontakte auf Silizium wurden durch eine besondere Form der stromlosen Nickelabscheidung gelöst. Eine Art Minivariante der Leiterplattentechnik, mit der sich Dr. Gerlach ebenfalls befasste, ist das Strukturieren von Aluminiumleiterzügen auf dem fertigen Chip oder Wafer in der Abfolge Fotolackbeschichten, Entwickeln, Ätzen, Spülen und Trocknen. Bei diesen winzigen Strukturen erfordert das eine sehr präzise Arbeitsweise, beispielsweise bei der Unterätzung des Lackes. Mangels Verfügbarkeit von Gold zur Beschichtung von Gehäusen für elektronische Bauelemente befasste sich Dr. Gerlach gegen Ende seiner beruflichen Laufbahn mit der Entwicklung eines neuartigen Zinn-Blei-Elektrolyten, dessen Schichten beim Schwall-Löten keinen Kohlenstoff aus Glanzbildnern ausscheiden. Hauptbestandteil dieser Technologie war eine spezielle Glanzbeize in einer Ringanlage, die anstelle eines Hochglanzwalzstuhles in Eigenkonstruktion und -fertigung entstand. Dr. Gerlach war Mitglied der DDR-Ingenieurorganisation KDT und unterstützte immer die Aktivitäten des AA Galvanotechnik Dreden als langjähriges Leitungsmitglied, nach dem Mauerfall dann auch in der DGO-Bezirksgruppe Dresden. Seine Hobbies sind Musik und Musikgeschichte, denen er sich nach seinem Berufsleben wieder mehr zuwenden konnte.

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