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Prof. Dr. rer. nat. habil. Waldfried Plieth 80 Jahre

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Bild: Privat
Professor Waldfried Plieth wurde am 07. November 1937 in Cottbus in der Niederlausitz geboren. An der Walter Rathenau-Oberschule in Senftenberg legte er 1955 das Abitur ab. Seine anschließende Studienbewerbung wurde in der DDR abgelehnt, weil sein Vater „Angestellter“ war. Deshalb war der junge Plieth bürgerlicher Herkunft und kein Arbeiter- und Bauernkind. Aus diesem Grund ging er nach Westberlin und absolvierte dort von September 1955 bis September 1956 einen „Abitur-Anpassungslehrgang“. Er begann nach erfolgreicher Prüfung im Wintersemester an der Freien Universität Berlin sein Studium in der Fachrichtung Chemie. 1960 schloss er das Studium als Diplom-Chemiker ab.
Gleich nach dem Chemiestudium begann er ein Promotionsstudium in der Elektrochemie bei Professor K. J. Vetter im Fritz-Haber-Institut der Max-Plank-Gesellschaft in Berlin. Er beendete dieses Studium 1963 mit der Dissertation „Untersuchungen über die transpassive Auflösung des Chroms als Chromat“ mit dem Akademischen Grad „Doktor rerum naturalium“.
Von 1963 bis 1970 war er als Assistent und Oberassistent im Institut für Physikalische Chemie der Freien Universität Berlin tätig. Mit dem Thema „Ladungsdurchtritt in Elektrodenprozessen bei Adsorption der Redoxkomponenten“ habilitierte er 1970 an der Freien Universität Berlin. 1971 erfolgte seine Berufung als Professor für Physikalische Chemie am Institut für Physikalische Chemie der Freien Universität Berlin. Im Institut wirkte er von 1982 bis 1988 als Stellvertreter des geschäftsführenden Institutsdirektors und ab 1988 als geschäftsführender Institutsdirektor. Nach der Wende 1989 in Deutschland folgte er einem Ruf aus Dresden an die Technische Universität Dresden. Er begann am 01.12.1992 kommissarisch und ab 01.04.1993 hauptamtlich seine Tätigkeit als Professor für Physikalische Chemie und Elektrochemie im Institut für Physikalische Chemie und Elektrochemie der Technischen Universität in Dresden im Erich Müller Bau. Nach der Emeritierung von Professor Wolfgang Forker wurde er im Herbst 1993 zum Direktor des Institutes berufen.
Für Prof. Plieth war es eine große Herausforderung, an der traditionellen Wirkungsstätte der Elektrochemie in Dresden in der Nachwendezeit bei der Umgestaltung der ostdeutschen Hochschullandschaft mitzuwirken. Umfangreiche Erfahrungen und zahlreiche Aufgaben, die er in Dresden übernahm, waren eine große Hilfe. Prof. Plieth war ein würdiger Nachfolger früherer Professoren wie Schwabe, Wiesner, Forker, Hänsel und Bilfinger. 1981 war er mehrere Monate als Gastprofessor an der University of California in Berkeley in den Lawrence Berkeley Laboratories, Materials and Molecular Research Division tätig. 1989 wurde er in die IUPAC–Kommission für Elektrochemie berufen, und war dort von 1995 bis 1999 der Chairman der Kommission. 1998 wurde er in den wissenschaftlichen Beirat des Fritz-Haber-Institutes der Max-Planck-Gesellschaft und
2001 in den wissenschaftlichen Beirat des Heyrovsky-Instituts in Prag berufen, 2000 wurde er zum Fachgutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft für das Fach Physikalische Chemie und 2002 zum Gutachter der Arbeitsgemeinschaft Industrieller Forschungsstätten gewählt. Im Jahr 2009 wurde ihm der Jacobi-Preis verliehen. Von Prof. Plieth ist 2008 bei Elsevier das Buch „Electrochemistry of Materials Science“ erschienen und im Leuze-Verlag erscheint 2018 das Grundlagenbuch „Der galvanische Prozess“.
Das Institut für Physikalische Chemie und Elektrochemie der TU Dresden erreichte unter der Leitung von Prof. Plieth eine bedeutende Stellung in der Forschungsstruktur der Technischen Universität und im Freistaate Sachsen. Die Verknüpfungen elektrochemischer und materialwissenschaftlicher Forschung, einem Schwerpunkt des Dresdner Raumes, sind dabei von besonderer Bedeutung. Neben Prof. Plieth waren mit den Professoren Karl-Friedrich Arndt (Physikalische Chemie der Polymere) und Thomas Wolff (Photochemie) auch andere Gebiete vertreten, die für die Breite in Forschung und Lehre sorgten. Nachfolger von Prof. Plieth wurde Prof Alexander Eychmüller, der mit Kolloidchemie von Halbleiter-Nanopartikeln dem Institut eine andere Ausrichtung brachte. Wir wünschen dem Jubilar weiterhin beste Gesundheit und Kraft postberuflich aber auch im Kreis seiner Familie und für die privaten Hobbies.

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