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Dienstag, 30 Juni 2020 10:00

Der implantierte Code: Produktkennzeichnung für jahrzehntelange Nachverfolgung entwickelt

von Dr. Stephan Reuter
Geschätzte Lesezeit: 1 - 2 Minuten

Wer heute ein Implantat trägt, hat auch einen Implantatpass bei sich. Er gibt Auskunft über die genaue Bezeichnung, die Seriennummer und den Herstellenden solcher Medizinprodukte. Verlässlicher und sicherer lassen sich Implantate womöglich bald mit einem neuen Verfahren identifizieren, das gerade am Fraunhofer IWU erprobt wird: Beim 3D-Druck künstlicher Gelenke werden im Inneren der Bauteile kleinste Muster als Codes eingearbeitet. Sie sind unveränderbar und können jederzeit von Röntgengeräten oder mit einer Computer­tomographie eindeutig erkannt werden. Ärztinnen und Ärzte können so im Notfall mit einem Blick in eine Datenbank schnell herausfinden, welche Eigenschaften ein Implantat hat – auch wenn Patienten den Pass nicht bei sich tragen oder nach vielen Jahren verloren haben.

Das kann man sich vorstellen wie ein Implantat im Implantat. Während beim 3D-Druck Edelstahl oder Titan Schicht für Schicht ausgehärtet wird, werden bei der am Fraunhofer IWU entwickelten Implantatmarkierung systematisch kleinste Hohlräume im Inneren eingearbeitet, die man von außen nicht sieht. So wird quasi ein QR-Code ins Metall eingepflanzt.

Das Verfahren des implantierten Codes ist darüber hinaus für alle produzierenden Unternehmen wertvoll, die ihre Fertigung effizienter gestalten oder Produktpiraterie verhindern wollen. Bauteile müssen bei der Herstellung nicht mehr von außen mit zusätzlichen Identifizierungsmerkmalen oder Informationsträgern, wie beispielsweise RFID-Chips, ausgestattet werden.

Mit implantiertem Code sind fertige Produkte außerdem während ihrer gesamten Lebensdauer eindeutig identifizierbar. Imitate können jederzeit erkannt werden.

In genau einem Jahr wird die europäische Verordnung mit der Pflicht zur einer einheitlichen Produktkennzeichnung für Medizinprodukte (UDI) in Kraft treten. Die am IWU entwickelte Technologie ist wie gemacht dafür.

Quelle: Fraunhofer IWU

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  • Ausgabe: 6
  • Jahr: 2020
  • Autoren: Dr. Stephan Reuter

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