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Dienstag, 25 August 2020 07:00

Bericht aus Indien

von Dr. Nagaraj N. Rao
Geschätzte Lesezeit: 2 - 4 Minuten

Umweltfreundliche Galvanotechnik von Toyota

In Zusammenarbeit mit dem Vakuumpressmaschinenbauer Mikado Technos und Kanematsu Corporation hat Toyota ein neues Verfahren für die Beschichtung von Automobil- und Elektronik-Komponenten eingeführt, das die Umweltbelastung verringert.

Als Quelle für die Metallionen dient statt eines Galvanik-Bads eine feste Polymer-Elektrolyt-Membran (solid electrolyte membrane) die wirkt wie ein Stempel. Die Komponente kann selektiv mit Kupfer, Nickel oder anderen Metallen beschichtet werden. Das Tauchverfahren wird hier eliminiert, weshalb der Wasserverbrauch drastisch gesenkt wird. Laut Firmenangaben wird die Abwassermenge um ein Drittel reduziert. Die CO2-Emissionen werden um 67 % gemindert und die Taktzeit wird kürzer.

Im Gegensatz zum konventionellen Galvanikverfahren wird hier der Elektrolyt im oberen Bereich der Anlage gelagert. Die Metall-Ionen in der Flüssigkeit gehen durch die feste Elektrolyt-Membran, die an der Kopfspitze sitzt und gegen die zu beschichtende Oberfläche gepresst wird. Die Membran kommt nur mit der zu beschichtenden Oberfläche in Kontakt. Die Beschichtungstechnik kann grob mit der Tampongalvanik verglichen werden. Die Anlagen werden jetzt serienmäßig gebaut.

www.toyota.co.uk; Prod. Eng. Solutions, July 07, 2020

Nachbearbeitung von 3D-gedruckten Komponenten

In Zukunft wird die Oberflächentechnik bei den 3D-gedruckten Komponenten eine wichtigere Rolle spielen. In der Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt, Automobil- und Kleinwaffenindustrie werden 3D-gedruckte Komponenten schon in beträchtlichen Mengen gebraucht. Das 3D-Drucken ermöglicht die Produktion von hochkomplizierten Teilen, was für eine nachfolgende Beschichtung eine große Herausforderung darstellt. Zu den nachfolgenden Oberflächenbehandlungen gehören die galvanotechnische Beschichtung, Pulverbeschichtungen, Färbung und Build-Entfernung. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Design-Team ist hier unentbehrlich.

GT8 20 Indien 3

Die vielen Faktoren, worauf man achten muss, sind in einem kurzen Aufsatz zusammengefasst worden. Zu den Spezialisten auf diesem Gebiet gehört die Firma Bel Air Finishing in Richmond, USA.

https://www.belairfinishing.com/3d-post-processing/; https://www.todaysmedicaldevelopments.com/article/post-processing-bel-air-3d-printing/

Der amerikanische Penny

GT8 20 Indien 1Bis Archäologen etwas Neues ausgegraben haben, nehmen wir an, dass die ersten Münzen der menschlichen Geschichte vor etwa 2600 Jahren aus Lydien stammen. Die unförmigen, so genannten Stater (Stater = „der der wiegt“), wurden aus Gold- und Silber-Metallklümpchen geformt und hatten ein normiertes Gewicht. Münzen spiegeln Kultur, Geschichte, Macht und Wohlstand des Staats wider. Trotz Geldverkehr mittels Kredit- oder Debit-Karten, Elektronik-Transfer, Bitcoins und mehr, halten die Herausgeber der Währung noch heute an der runden, metallenen Ausführung fest. Obwohl in den Schwellenländern die kleinste Münzwährung rasch verschwindet, findet man in den Industrieländern noch immer die kleinsten Münzeinheiten, obwohl man unsicher ist, wie lange es so bleiben wird. In Europa zum Beispiel diskutiert man seit einigen Jahren, auf die 1-, 2- und 5-Cent-Stücke verzichten zu wollen.

Die US-Bürger sind auf ihre Legacy-Münzen stolz, insbesondere weil diese über mehr als 100 Jahre lang vom Aussehen her gleich geblieben sind und sich heutige Münzen von den ältesten Ausgaben kaum unterscheiden. In der Wirklichkeit haben Inflation und historische Ereignisse die Münzämter gezwungen, in-novativ und pragmatisch zu denken.

Der amerikanische Penny hatte bis vor etwa siebzig Jahren einen positiven Wert, mit einer Zusammensetzung von 95 % Kupferanteil. Die Inflation der sechziger und siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts kehrte die Situation um. In geschmolzener Form war der Penny dann wertvoller als 1 Cent. Im Jahr 1982 wurden neue Pennies geprägt, ausgehend von einer Core-Legierung von 99,2 % Zink und 0,8 % Kupfer. Eine Verkupferung ändert die Zusammensetzung in 97,5 % Zink und 2,5 % Kupfer. Deshalb sehen die heutigen Pennies genauso aus wie die Legacy-Pennies von damals. Über die Jahrzehnte sind die Herstellungskosten größer geworden. Heute kostet es mehr, den Penny herzustellen als er eigentlich Wert ist. Ähnlich ist die Situation mit der Nickel-haltigen 5-Cent-Münze. Leider hilft heute weder die Galvanisierung noch das Zusammenpressen mit anderen Metallen.

In heutiger Zeit wird argumentiert, dass man auf die kleinsten Münzeinheiten komplett verzichten soll, sowohl aus Kostengründen als auch aus praktischen Gründen. Wenn man an der Kasse steht, dauert es länger, bis man alle kleinen Münzen gefunden hat. In vielen Länder der Welt, darunter Indien, haben die kleinen Münzen entweder keinen Wert (sie werden aus Aluminium oder Eisen-Nickel geprägt) oder sind komplett verschwunden. In Indien zum Beispiel machen 100 Paise eine Rupie, aber die Paise existiert mittlerweile nur noch symbolisch.

https://www.heartland.org/news-opinion/news/the-coin-shortage-a-big-deal-about-small-change

Anschrift des Verfassers

Dr. Nagaraj N. Rao, RRR House, RRR Labs Pvt. Ltd., Plot 80, Sector 23, Navi Mumbai – 400 705 India; Fax + 91 22 2783 4814, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weitere Informationen

  • Ausgabe: 8
  • Jahr: 2020
  • Autoren: Dr. Nagaraj N. Rao

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