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Mittwoch, 09 September 2020 07:38

Neue Oberflächentechnologie für Deutschland - DIN genehmigt den Normungsantrag

Geschätzte Lesezeit: 1 - 2 Minuten
Mikroporöses OPENPORE-Aluminiumteil (oben) modifiziert im MAO-Verfahren METAKER® Surface (links) und nachträglich PVD beschichtet (rechts). Mikroporöses OPENPORE-Aluminiumteil (oben) modifiziert im MAO-Verfahren METAKER® Surface (links) und nachträglich PVD beschichtet (rechts).

In einer gemeinsamen Initiative von AUTOMOTEAM GmbH, DGO Deutsche Gesellschaft für Galvano- und Oberflächentechnik e.V. und weiteren Vertretern aus Industrie und Forschung wurde beim DIN-Normenausschuss Nichteisenmetalle (FNNE) im Frühjahr ein Normungsantrag zum Thema „Plasmaelektrolytische Oxidation von Aluminium“ gestellt. Jetzt hat der zuständige DIN-Fachbereichsrat Aluminium in seiner jüngsten Sitzung am 20. August diesem Antrag zugestimmt. Im nächsten Schritt soll am 02. Dezember 2020 ein eigenständiger DIN-Arbeitsausschuss gegründet werden, um die Norminhalte festzulegen und zu konkretisieren. Aus diesem Grund ruft AUTOMOTEAM GmbH interessierte Unternehmen dazu auf, sich aktiv in diesem Arbeitsausschuss einzubringen!

Die plasmaelektrolytische Oxidation (PEO), auch bekannt unter der Bezeichnung MAO (micro arc oxidation) ist ein oberflächentechnisches Verfahren zur anodischen Konversionsschichtbildung, bei dem die Schichtbildung primär durch komplexe thermochemische Reaktionen in einem Gasphasen-Festkörper-Plasma erfolgt.

Die mikroporösen, mikrostrukturierten und chemisch aktivierten metall-keramischen PEO-Schichten erreichen eine Dicke von üblicherweise 10-200 μm und aufgrund einer komplexen Mikrostruktur, bestehend aus amorphen und nano- bzw. mikrokristallinen Phasen verschiedener Substanzen, sehr hohe heterogenen Mikrohärten (von 100 HV bis zu 2000 HV) und neuartige Multifunktionalität.

Die Anwendungsfelder erstrecken sich von hochverschleißfesten sowie hitzebeständigen über hochwertige dekorative, wärmeisolierende oder wärmeleitende, elektrisch isolierende oder elektrisch leitende, lichtreflektierende oder lichtabsorbierende u. a. Schichten auf Aluminiumbauteilen, sowie korrosionsschützende Schichten für Magnesium bis hin zu bioinerten und bioaktiven Beschichtungen für medizinische Titanimplantate. Ein weiterer Vorteil der PEO-Schichten ist ihre sehr gute Kompatibilität mit anderen Oberflächentechnologien wie z. B. KTL, Pulverlack, PVD, Sieb- und Digitaldruck u. a.

Das aktuelle Normungsvorhaben zielt darauf ab, die Anwendungsbreite von der seit bereits vielen Jahren u.a. unter dem Namen METAKER® Surface industriell verfügbaren Oberflächentechnologie zu vergrößern und die zugehörigen Kunden-Lieferanten-Beziehungen zu harmonisieren.

Wenn auch Sie aktuell oder perspektivisch Entwickler, Nutzer oder Endanwender im Bereich des PEO-Verfahrens sind und Interesse an einer aktiven Mitwirkung im DIN-Arbeitsausschuss „Plasmaelektrolytische Oxidation von Aluminium“ haben, dann melden Sie sich bitte bis spätestens 13. November bei:

AUTOMOTEAM GmbH, Eugen Pfeifer | Tel.: 0711-128967-60 | E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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  • Ausgabe: 10
  • Jahr: 2020
  • Autoren: Redaktion

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