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Montag, 11 Januar 2021 13:00

Sieben Fragen an... Jasmin Stelea

von Heinz Käsinger
Geschätzte Lesezeit: 2 - 3 Minuten
Jasmin Stelea mag Autoklassiker. Das hat sie von Ihrem Papa, der früher alte Fahrzeuge restaurierte. Jasmin Stelea mag Autoklassiker. Das hat sie von Ihrem Papa, der früher alte Fahrzeuge restaurierte.

Nach einer Ausbildung zur Oberflächenbeschichterin absolviert die junge Frau gerade eine zweijährige Weiterbildung zur Technikerin.

Interview: Heinz Käsinger

Galvanotechnik: Frau Stelea, Sie stammen aus Schwäbisch Gmünd. Liegt Ihnen die Galvanotechnik also im Blut?

Jasmin Stelea: So kann man das natürlich nicht sagen. Aber mein Papa reparierte früher mit Begeisterung Autos und ich habe ihm schon als Kind beim Restaurieren geholfen. Für mich stand früh fest, dass ich später einen technischen Beruf lernen will, in dem hauptsächlich Männer arbeiten.

 »Ich will in meinem Beruf nicht einfach weiterkommen. Ich will als Frau weiterkommen«

Hat Ihre Familie Ihre Berufswahl mitgetragen?

Absolut. Schade finde ich aber, dass einige Freunde und Bekannte sich nichts unter diesem Beruf vorstellen konnten. Dabei hat doch jedes Ding eine Oberfläche: Straßenschilder, Schmuck, Sanitärarmaturen ...

Wie ist Ihre Ausbildung bisher verlaufen?

Ich habe Oberflächenbeschichterin bei Metallveredelung Proba gelernt. Später habe ich dort einige Monate im Bereich Analytik und Abwassertechnik gearbeitet und dann meine Technikerausbildung in Angriff genommen, zwei Jahre in Vollzeit: Von Montag bis Freitag durchgehend Schule. Nebenbei habe ich in meinem Ausbildungsbetrieb gejobbt, um das zu finanzieren.

Gibt es noch mehr Damen in Ihrem Kurs?

Ja, eine weitere Frau. In meiner Ausbildungsklasse war ich allerdings die einzige.

Wie, meinen Sie, werden Sie in der Rolle der Frau in Ihrem Beruf wahrgenommen?

Zunächst darf ich betonen, dass ich von Lehrern, von Chefs und auch von meinen Mitschülern absolut korrekt behandelt werde. Natürlich muss man sich manchmal auch Durchsetzen können. Aber ich finde es sehr wichtig einfach mal einen anderen Weg einzuschlagen und nicht in das typische Frauenraster gesteckt zu werden.

Was hat Sie dazu bewogen, sich zur Technikerin weiterzubilden?

Da spielte mein Geschlecht dann doch eine Rolle. Ich möchte in meinem Beruf nicht einfach weiterkommen, ich möchte als Frau weiterkommen.

Ich möchte mich persönlich wie fachlich weiterentwickeln und mein Wissen erweitern. Privat müssen auch keine Kinder her, ich stelle meine Karriere an die zweite Stelle, nach der Gesundheit.

Kommt nach der Technikerausbildung also vielleicht noch ein Studium?

Nicht direkt. Zunächst will ich danach Geld verdienen. Ich sehe mich ohnehin eher als Praktikerin vor Ort in einem Betrieb. Mein Ziel ist die Tätigkeit im Bereich Forschung und Entwicklung. Kürzlich habe ich ein Praktikum bei der Bundeswehr gemacht, das könnte vielleicht auch eine Alternative sein. Da verdient man zwar nicht unbedingt so viel wie in der freien Wirtschaft, aber die Position bei der Bundeswehr ist dafür sicher, also auch was Praxisbezogenes, nur eben als Soldatin in der Bundeswehr-Galvanik.

Wie es in zehn Jahen aussehen wird, weiß ich noch nicht, ich plane zwar gerne in die Zukunft, jedoch ist nichts vorhersehbar.

Weitere Informationen

  • Ausgabe: 12
  • Jahr: 2020
  • Autoren: Heinz Käsinger

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