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Mittwoch, 02 Juni 2021 11:59

Patentierte Verfahren zur Oberflächenvorbehandlung und -veredelung

von Redaktion
Geschätzte Lesezeit: 2 - 3 Minuten
Beispiel einer e-phos / e-molyphos Anlage zur Behandlung von Kalt- und Warmumformteilen aus Edelstahl und Titanlegierungen Beispiel einer e-phos / e-molyphos Anlage zur Behandlung von Kalt- und Warmumformteilen aus Edelstahl und Titanlegierungen

STAKU-Anlagenbau entwickelt seit Jahrzehnten galvanische Prozesse zur Vorbehandlung und Veredelung von metallischen Halbzeugen in den Bereichen Draht, Band, Rohre und Profile. Im Labor arbeitet das Fachpersonal permanent an der Verbesserung bestehender Verfahren sowie der Entwicklung neuer Verfahren zur optimalen Problemlösung. Die Umsetzung erfolgt in der Konstruktionsabteilung und in den daran angeschlossenen Werkstätten baut STAKU komplette Produktionsanlagen.

Auf der Leitmesse „wire 2012“ wurden unter dem geschützten Namen ‚e-systems' elektrolytische Prozesse zur Reinigung und Beschichtung von Metall- und Nichtmetall-Oberflächen offiziell vorgestellt. e-systems ist die Markenklammer für die über Jahre hinweg perfektionierten Verfahren e-clean, e-copp sowie e-phos, die weltweit für hervorragende Produktqualität sorgen. Bei der Reinigung mit e-clean werden verschmutzende Partikel wie Zunder oder Stearate durch die starke Gasbildung im elektrolytischen Verfahren regelrecht von der Oberfläche abgesprengt. Resultat ist eine qualifizierte Oberfläche.

Entscheidender Vorteil der elektrolytischen Verkupferung mit e-copp ist neben der kurzen Behandlungszeit, dass keine Badverunreinigung durch steigende Eisenkonzentration stattfindet. Dies ist beim traditionellen stromlosen Verfahren der Fall. Die Kosten der Badentsorgung, wobei häufig auch nicht genutztes Kupfer mit entsorgt wird, entfallen somit. Ebenso ist die elektrolytisch abgeschiedene Kupferschicht kompakter, homogener und weniger porös.

2017 entwickelte STAKU das „Dual Use Concept“. Dieses bezieht sich vorwiegend auf die Herstellung von verkupferten und unverkupferten Schweißdrähten im Rahmen der Inline-Fertigung. So kann durch die wahlweise Zu- oder Abschaltung der Verkupferung e-copp die per e-clean hochreine Drahtoberfläche blank oder mit verkupferter Oberfläche hergestellt werden. Damit können sich die Betriebe die Investition in eine zweite Drahtziehlinie sparen.

Das patentierte Verfahren e-phos eignet sich für die Herstellung von Teilen aus Kaltstauchdraht, für Federdraht-Produkte und zum Ziehen von Stahldrähten. Mit der sehr dichten, feinkristallinen Zinc-Calcium-Phosphatschicht entsteht eine Drahtoberfläche mit ausgezeichneten Gleiteigenschaften, hoher Druckfestigkeit und sehr gutem Rostschutz. Bei e-phos entsteht durch die elektrolytische Abscheidung kein Reaktionsschlamm mehr, wodurch ein immer wiederkehrendes Reinigen der Anlage nebst Entsorgung des angefallenen Schlamms entfällt.

Eine Weiterentwicklung des e-phos Verfahrens resultierte 2016 in der Einführung von e-molyphos. Hierbei handelt es sich um ein Schmierstoffsystem für den Drahtzug von Edelstahl und Titanlegierungen. Dabei wird aus einem Bad elektrolytisch eine Matrix aus einem hochbeständigen Festfilm und weiteren schmierenden Komponenten aufgetragen, womit die Bedingungen zwischen den Reibepartnern beim Ziehen von Edelstahl und Legierungen aus Titan deutlich verbessert werden.

Den Verfahren der Produktfamilie e-systems ist gemein, dass sie trotz hoher Produktqualität nur kurze Behandlungszeit benötigen, außerdem weniger Chemikalien verbrauchen und geringere Energiekosten verursachen. Badverunreinigung wird vermieden. e-systems sind umweltfreundlich, sie verbessern die Produktqualität und senken die Produktionskosten.

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