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Mittwoch, 04 August 2021 11:59

Bericht aus Indien

von
Geschätzte Lesezeit: 2 - 4 Minuten

Industrielle Symbiose in Nanjangud

Die industrielle Symbiose ist ein vernünftiges und modernes Konzept aus dem Bereich industrielle Ökologie und stellt eine für alle beteiligten Unternehmen vorteilhafte Beziehung dar. Es geht um den Austausch von Stoff- und Energieströmen untereinander, die ansonsten als Abfälle be- trachtet und ungenutzt weggebracht werden würden. Das bekannteste Beispiel für eine erfolgreiche industrielle Symbiose ist die Industrieregion Kalundborg in Dänemark.

gt 2021 07 0104Das Industriegebiet Nanjangud, südlich von Mysuru und südöstlich von Bengaluru, wird in Indien als ein klassisches Beispiel für industrielle Symbiose betrachtet. Hier sind Fabriken für Arzneimittel, Automobil, Chemie, Elektronik, Kaffee, Schuhen, Tabak, Textil, Spirituösen, Umwelttechnik und Zucker beheimatet.

Die 50 größten Fabriken hätten ohne industrielle Symbiose jährlich etwa 1 Mio. Tonne Abfall generiert. Auf Grund der Zusammenarbeit und der zirkulären Wirtschaft werden bis zu 99,5 % wiederverwertet. Beispiel: Die Rückstände des Kaffee-Herstellers dienen als wertvoller Rohstoff für eine Firma, die aromatische Öle extrahiert. Die Rückstände hier dienen wiederum als Brennstoff für Dampfkessel.

Environ. Res. Lett. 2019, 14, 075003

Aceleron Energy

Parallel zu dem kontinuierlichen Wachstum im Akku-Markt, wo typischerweise die Akkus nach Verbrauch – aber bevor die Energie komplett verbraucht wurde – weggeworfen werden, gibt es Initiativen, die Nutzbarkeit von Akkus und ihren Komponenten deutlich zu verlängern. Die in Birmingham, England ansässige Firma Aceleron Energy wurde im Jahr 2015 gegründet und bietet neue, verbrauchte sowie reparierte Akkus. Bei großen Akkus, die z.B. in Pkw oder Häusern installiert sind, wurde festgestellt, dass sie noch bis 70 % der Energie drin haben, wenn sie „ausgehen“. Außerdem werden nur 5 % der Akkus, die diese Restenergie haben, recycelt. Als Aceleron anfing, die Akkus auseinander zu nehmen, wurde festgestellt, dass bei der Produktion sogenannte permanente Montagetechnik, darunter Punktschweißung und Haftklebstoffe, angewendet wird. Die Akkus von Aceleron werden deshalb mit Hilfe von Pressungstechnik montiert. Individuelle Brennstoffzellen werden mit Hilfe von trennbaren Verschlüssen in den Stromkreis gebracht. Es ist laut Amrit Chandan, Mitgründer, ähnlich, wie wenn man ein Sandwich macht.

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Wenn die Akkus verschiedene Anwendungen erfüllt haben, können die Komponenten immer noch auseinander genommen und wieder verwendet werden – und dabei einen Kaskaden-Effekt beschleunigen.

https://www.aceleronenergy.com/ 

Saule Solarmodule und Inkjet-Printing

Die Fa. Saule Technologies in Wroclaw, Polen, nach der baltischen Sonnengöttin Saule genannt, hat vor kurzem eine Fabrik zur Produktion von flexiblen, hoch-dünnen perovskitischen Solarmodulen eingeweiht. Dafür wird eine neuartige Inkjet-Printing Technik, von Gründerin Dr. Olga Malinkiewiz als Doktorandin 2013 an der Universität Valencia in Spanien erfunden, verwendet.

 

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Die aktuell installierte Kapazität beträgt 40.000 Quadratmeter. Es werden synthetische Perovskite verwendet. Die Module können klein oder groß sein und können geschnitten oder zusammengeklebt werden. Kunden aus den Sektoren Internet of Things und Baugewerbe haben einen großen Bedarf an Saule Solarmodulen angekündigt. In Europa werden aktuell nur 4 % des Bedarfs durch eine europäische Produktion gedeckt.

https://www.thefirstnews.com/article/warsaw-solar-panel-firm-becomes-worlds-first-to-begin-production-of-revolutionary-perovskite-technology-22153 

Chip-Herstellung in Indien

Es ist bekannt, dass Indien im Bereich Produktion elektronischer Bauteile keinen nennenswerten Platz auf dem globalen Markt hat. Firmen wie Texas Instruments (seit 1985), NXP Semiconductors, MediaTek und AMD machen eher in Chip-Design, wo Indien einen führenden Platz hat. Die Marktgröße Indiens und logistische Faktoren werden früher oder später dazu führen, dass man im Land produziert. Um attraktive Halbleiter-Produktionsrahmenbedingungen anzubieten, werden von Ländern wie der USA, China oder Süd-Korea Stimuli in der Größenordnung von Milliarden von US-Dollar angeboten. Falls Indien auch solche Firmen – darunter Intel, TSMC und Samsung – zu sich ziehen möchte, müssen ähnliche Stimuli angeboten werden, so ein Vertreter von Texas Instruments. Eventuell wird der erste Schritt in Richtung Montageprüfung, Kennzeichnung und Verpackung (ATMP) sein.

Unterdessen investieren indische Firmen wie Capgemini, Mahindra und Tata, unabhängig von der Pandemie, weiter kräftig in F&E im Bereich Elektromobilität.

 

Weitere Informationen

  • Ausgabe: 7
  • Jahr: 2021
  • Autoren: Dr. Nagaraj N. Rao

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