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Montag, 16 August 2021 13:09

Im Gegenteil - Regenwald und Apfelbäumchen

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Geschätzte Lesezeit: 1 - 2 Minuten

Zu den Dingen, die man ganz sicher zu wissen meint, gehört die Feststellung, dass Bäume der Luft das Treibhausgas CO2 entziehen. Das hat zu der Hoffnung geführt, die Welt durch massenhaftes Aufforsten zu retten, was zu dem Vorhaben von Martin Luther, auch dann heute noch ein Apfelbäumchen zu pflanzen, wenn er wüsste, dass morgen die Welt untergeht, eine erstaunliche Variante liefert.

Wie die Zeitungen aber in den Tagen vor Ostern des Jahres 2021 melden, verliert der Amazonas-Regenwald zunehmend seine Fähigkeit, Kohlendioxid einzulagern. Neuen Berechnungen zufolge trägt er nicht mehr zur Entlastung, sondern im Gegenteil zur Erwärmung der Atmosphäre bei. Zwar haben Wissenschaftler immer schon befürchtet, dass die Aufnahmefähigkeit des Waldes sich erschöpfen könnte, aber jetzt haben sie noch den Klimatreiber Methan am Werk gefunden. Er tritt als Folge von Überflutungen des Amazonasbeckens auf, an die sich die Bäume durch ein schwammiges Gewebe angepasst haben, das Luftkanäle in den Wurzeln bildet. Mit ihnen wird Methan aus dem Boden aufgenommen und zum Spross geleitet, von wo aus es in die Atmosphäre entweicht.

Das sehr effektive Treibhausgas nimmt weiter durch Brandrodungen zu, die den Regenwald in Weideflächen verwandeln. Wenn die Bäume brennen, kommt übrigens noch Lachgas frei, und dieses N2O (Distickstoffmonoxid) bringt eine weitere dramatische Treibhauswirkung mit sich. Das heißt, wenn der Regenwald seine Schutzwirkung verliert und als Klimapuffer ausfällt, müssen von Menschenseite noch mehr Anstrengungen für die Schaffung einer nachhaltigen Welt unternommen werden, und das führt zurück zu Luthers Apfelbäumchen, wobei der Mönch weniger an die Angst vor Treibhausgasen dachte und mehr auf die Hoffnung auf Leben und einen menschlichen Beitrag zur Bewahrung der göttlichen Schöpfung setzte. Die Moderne ist skeptischer geworden, und Klimaforscher geben zu bedenken, dass die massenhafte Zunahme von Waldflächen der Erde ein dunkleres Gesicht gibt, was weniger Reflexionen des Sonnenlichts bedeutet, weil es mehr Wärmestrahlen auf dem Planeten festhält. Man denkt an Goethes Faust, in dem der Teufel sagt, dass er stets das Böse will und dabei das Gute schafft. Der Mensch wirkt wie sein Gegenteil. Er will dauernd etwas Gutes tun, und der Welt geht es dabei immer schlechter. Wir können es trotzdem nicht mit dem Bösen versuchen.

Weitere Informationen

  • Ausgabe: 8
  • Jahr: 2021
  • Autoren: Ernst Peter Fischer

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