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Montag, 13 Dezember 2021 09:22

Im Gegenteil - Der Weg ist das Ziel – oder doch nicht?

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Geschätzte Lesezeit: 1 - 2 Minuten

Der Weg ist das Ziel! So sagte Konfuzius, der vor mehr als 2500 Jahren gelebt hat. Doch so oft diese Weisheit auch zu hören war: Ich habe sie lange Zeit weder verstanden noch geglaubt, weil ich in meiner Jugend immer ein Ziel vor Augen hatte – einen Sportplatz zum Beispiel, um mit Freunden Fußball zu spielen, was wiederum mit einem Ziel verbunden war, nämlich den Ball ins gegnerische Tor zu schießen.

Der Weg interessierte mich dabei nicht, auch wenn es möglich war, etwa an einer Eisdiele vorbeizugehen, was sich aber auch auf dem Rückweg erledigen ließ und mehr Spaß machte, wenn man gewonnen hatte. Trotzdem – in den 1960er Jahren begannen die gesellschaftspolitischen Denker die intellektuelle Landkarte des Lebens zu entwerfen, und das von mir immer persönlich verstandene Ziel wurde zum großen Sinn des Lebens, den man nur auf dem Weg des Philosophierens finden konnte. Konfuzius kam in Mode. Doch unabhängig davon blieb im Lebensalltag das praktische Problem, von hier nach da zu kommen, also ein Ziel in einer Landschaft oder einen Treffpunkt in einer Stadt zu finden.

Es galt, sich in der Welt zurecht zu finden und die Aufgabe zu lösen, die man Navigation nennt und einem Gerät anvertraut, das einen zu dem eingegebenen Ziel führt. Solange solche Wunderwerke nicht verfügbar waren, musste man das Wunderwerk im Kopf namens Gehirn bemühen, und wie die Neurowissenschaften in jüngster (digitaler) Zeit herausfinden konnten, hat die Evolution die Menschen mit einer Fülle von Fähigkeiten zur räumlichen Orientierung ausgestattet, mit deren Hilfe wir unseren Lebensraum erkunden und den Rückweg finden können, nachdem wir ein Ziel erreicht hatten, also etwas Essbares oder Liebevolles, etwas, das das Überleben garantiert. Die Evolution hat die Menschen mit einer Fülle von Neuronen im Kopf versorgt, die sie im Laufe ihrer Erkundigungen trainieren können und die ihnen zuletzt die Navigation erlaubt, die Individuen für ihren persönlichen Lebenserfolg brauchen. Deshalb stromern Kinder herum und erkunden Wälder und Bachverläufe, und damit kann ich zum ersten Mal Konfuzius verstehen.

Den Weg durch die Welt zu finden, ist das Ziel des räumlichen Erkundens in Kindertagen. Und nun kommt das Handy mit dem GPS. Man gibt ein Ziel ein und kümmert sich nicht mehr um den Weg. So verliert sich der Mensch aus den Augen. Er muss zurück auf den Weg. Der ist tatsächlich das Ziel.

Weitere Informationen

  • Ausgabe: 12
  • Jahr: 2021
  • Autoren: Ernst Peter Fischer

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