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Donnerstag, 27 Januar 2022 10:59

5 Fragen an... Martin Kunke

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Geschätzte Lesezeit: 2 - 3 Minuten
Martin Kunkel von der FVK Martin Kunkel von der FVK

Er ist Geschäftsführer der Fachvereinigung Kaltwalzwerke (FVK)

Interveiw: Heinz Käsinger

Herr Kunkel, Ihr Verband hat gerade zusammen mit vier anderen Verbänden einen Appell an die Bundesregierung gerichtet.

Martin Kunkel: Sie wissen sicherlich, dass es gerade kleine und Mittelständische Unternehmen sind, die den Standort Deutschland als Innovationsmotor antreiben. Außerdem stellen diese Unternehmen die meisten Arbeitsplätze. Der Industrieverband Massivumformung (IMU), der Industrieverband Blechumformung (IBU), wir von FVK, der Deutsche Schraubenverband (DSV) und der Fachverband Metallwaren (FMI) haben deshalb alle 736 Abgeordneten angeschrieben. Denn wir sind der Meinung, dass die Politik die derzeit herrschenden Existenzprobleme nicht noch verschärfen darf, sondern Raum für unternehmerisches Handeln geben sollte.

 »Eine wirtschaftsfreundliche Politik ist überlebenswichtig in schweren Zeiten«

Was genau kritisieren Sie?

Die gefährliche Kombination aus gestiegenen Materialpreisen und -mangel, Produktionseinschränkungen, wachsenden Energiekosten, Steuerbelastungen und Klimaanforderungen bringt Automobilzulieferer – und zunehmend weitere Branchen – ins Straucheln. Betroffene müssen steigende Kosten in der Lieferkette geltend machen können. Auch die monatelange Vorfinanzierung von verteuertem Vormaterial bis zur nächsten Preisverhand- lungsrunde ist kaum mehr leistbar. Steigende Stahlpreise treffen den Zulieferer aufgrund seines höheren Bedarfs viel stärker als Automobilhersteller und Systemlieferanten. Ein Anstieg um 50 % führt bei Zulieferern zu 20 % Mehrkosten, während es beim Hersteller nur zwei bis fünf Prozent sind. Hinzu kommt die niedrigere Gewinnmarge von wenigen Prozent.

Welche Lösungsvorschläge machen Sie der Politik?

Stahlverarbeiter sind auf Stahlimporte aus Drittländern angewiesen. Deshalb müssen diese wieder erleichtert und Einfuhreinschränkungen abgebaut werden. Das ermöglicht wieder einen Wettbewerb und verbessert die Versorgungslage. Außerdem: Es ist überlebenswichtig, dass die Politik Energiekosten deckelt und Steuern reduziert. Alles andere führt zu wettbewerblichen Verzerrungen innerhalb der EU und gefährdet letztlich den Standort Deutschland.

Und die Klimapolitik?

Richtig, das war ein weiterer Punkt unseres Appells. Klimavorschriften sollen mittelstandsfreundlicher werden. Wir Fachverbände wünschen uns eine technikoffene Förderung klimabezogener Maßnahmen und ein Ende der einseitigen Diskussion über CO2-Verursacher. Die reduziert sich nämlich auf Verbrenner- bzw. Elektroantriebe und lässt andere CO2-Emittenten außen vor. Ein vorausschauender Blick auf die Konsequenzen ist auch bei den Green Deals und Klimazöllen gefragt. Die Verantwortlichen müssen die gesamte Wertschöpfungskette – einschließlich der Stahlverarbeiter – berücksichtigen.

Wie geht es jetzt konkret weiter? Wie wollen Sie schließlich handeln?

Wir stehen jederzeit in Berlin oder auch vor Ort in den Wahlkreisen zum Gespräch zur Verfügung. Im neuen Koalitionsvertrag der Ampel steht schließlich: „Unsere Wirtschaftspolitik setzt auf zukunftsorientierte Rahmenbedingungen für einen wettbewerbsfähigen Mittelstand.“ Dieses Versprechen gilt es nun einzulösen.

 

ZUR PERSON

Martin Kunkel von der FVK hat, zusammen mit vier anderen Verbänden, an alle 736 Abgeordneten einen Appell gerichtet.

Weitere Informationen

  • Ausgabe: 1
  • Jahr: 2022
  • Autoren: Heinz Käsinger

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