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Montag, 28 März 2022 12:00

Langsamer Walzer oder das Einschwingen auf das Gegenüber

von
Geschätzte Lesezeit: 3 - 5 Minuten

Was Tanzen mit Mitarbeiterführung und besserer Zusammenarbeit zu tun hat.

Ich tanze für mein Leben gerne! Als vor Jahren mein Partner in mein Leben trat, war es für mich absolut wichtig, dass er mit mir tanzt. Zur Info: Er war Nicht-Tänzer. Aber, wie sagt man? Wo die Liebe hinfällt. Er tat mir den Gefallen. Und hat mit mir eine private Probetanzstunde in Wien gemacht. 60 Minuten langsamer Walzer – für Anfänger, weil er keinen blassen Schimmer von den richtigen Schritten hatte.

Es ist eine Erfolgsgeschichte. Mittlerweile sind wir nach Jahren im Tanzkreis gelandet. Obwohl … zugegebenermaßen … es gibt doch immer wieder Auffassungsunterschiede über die richtige Schrittfolge und den korrekten Takt. Was hilft dann? Der Grundschritt, da lange und oft geübt! Und der Start mit dem richtigen (Auf)Takt.

Was hat nun Tanzen mit Mitarbeiterführung zu tun?

Empathie und Wertschätzung für das Gegenüber

Tanzen bedeutet Ein- und Mitschwingen. Es drückt den Kontakt mit dem Anderen aus, das Einfühlen in die Musik und ist ein „Vier-L-Sport“: Lachen, Lieben, Laufen, Lernen.

Gute Führung bleibt nach wie vor eine tagtägliche Herausforderung

Leider kann ich Ihnen heute nicht DAS ultimative, einzig wahre Führungsrezept vorlegen. Gute Führung bleibt nach wie vor eine tagtägliche Herausforderung. Gelingende Führung basiert auf vielen kleinen und großen Handlungsweisen. Wenn eine Rechtsdrehung beim Langsamen Walzer ansteht, muss ich klar und verständliche Signale durch die Körperhaltung meines Partners erhalten, was er von mir möchte. Was kommt als nächstes? Wenn es kriselt, dann macht Tanzen keinen Spaß und endet in Unstimmigkeiten.

Genauso ist es bei der Führung von Mitarbeitenden. Wenn es knirscht im alltäglichen Berufsalltag, dann geht nichts mehr leicht von der Hand. Die Folge? Lange Gesichter, mieses Betriebsklima, demotivierte Mitarbeiter, vermehrte Krankenstandstage, Schuldzuweisungen bei kleinsten Fehlern, verringerter Durchsatz.

Hinweis: Menschen zu mögen ist die halbe Miete.

Sehr oft begegnen mir hervorragend ausgebildete Fachkräfte, die auf der Karriereleiter weitergekommen sind. Sie müssen sich plötzlich mit Mitarbeitenden „herumschlagen“. Wer sich am liebsten mit Sachproblemen beschäftigt, für den sind Menschen, die anders ticken, eine ziemliche Herausforderung. Diese müssten dann „erzogen“ werden. Was meist im Frust endet – auf beiden Seiten.

Halten Sie Ihre Antennen offen!

Mitarbeitende mit Arbeiten betrauen, die besser zu ihnen passen

Daher: Genau hinsehen und Mitarbeitende mit Arbeiten betrauen, die besser zu ihnen passen. Jeder Mitarbeiter hat seine ureigensten Stärken und Schwächen. Es ist eine Kernaufgabe der Führung, den passenden Mitarbeiter für die richtige Aufgabe zu wählen. Haben Sie also einen Mitarbeiter, der schon in der Schule gerne mit Säuren und Laugen experimentiert hat, ist dieser sicher gut im Labor für die Chemie der galvanischen Bäder eingesetzt. Haben Sie jedoch eine Mitarbeiterin, die spielend den Zahlen im Controlling Report die Geheimnisse entlockt, eignet sie sich vielleicht weniger im Verkauf und im Kontakt mit Kunden.

Schaffen Sie also eine gemeinsame emotionale Basis. Wie das gelingen kann?

Meine 3 Handlungsempfehlungen, sind vielleicht nicht immer leicht umzusetzen. Daher mein Tipp: Dranbleiben und immer wieder einsetzen und üben!

1. Starten Sie mit Small Talk

Small Talk ist ein Booster für Ihren Erfolg und den Erfolg Ihres Teams. Denn ein kleiner Scherz zwischendurch oder ein kurzer zwangloser Austausch in der Kaffeeküche oder im Gang ist Gold wert. Wieso? Es hinterlässt einen positiven Eindruck und hilft, eine gemeinsame emotionale Basis zu finden. Und damit arbeitet es sich einfach leichter.

2. Üben Sie sich im aktiven Zuhören

Beim aktiven Zuhören ist eine offene, aktive, respektvolle und empathische Einstellung gegenüber dem Gesprächspartner und dem Gesprächsinhalt gemeint. Das heißt, Sie hören Ihren Gesprächspartnern genau zu, nicken zustimmend oder stellen Fragen zum Gesagten, allerdings ohne Ihr Gegenüber zu unterbrechen, zu kritisieren oder zu moralisieren.

3. Feiern Sie gemeinsame Erfolge

Ein schwäbisches „net gschimpft isch globt gnuag!“ reicht leider nicht. Feiern Sie regelmäßig gemeinsam. Sei es ein neuer Auftrag, die erfolgreiche Abwicklung eines Projekts oder den nächsten Geburtstag. Sei es bei Kaffee und Kuchen oder beim Grillen. Entwickeln Sie mit Ihrem Team Rituale, um die Motivation hoch zu halten.

Welchen Nutzen haben Sie davon?

Sie verleihen Ihrem Team Flügel. Ihre Mitarbeiter kommen gerne zur Arbeit, sind motiviert, denken mit, das Betriebsklima ist toll. Sie sparen hohe Kosten bei Krankenständen, Mitarbeiterfluktuation und in Einarbeitungsphasen. Wenn Sie diesen Umgang wirklich beherzigen, können Sie sich künftig auf Ihr Team verlassen, so wie sich Ihr Team auf Sie verlassen kann. Die Produktivität Ihres Teams steigt. Sie finden schneller Fachkräfte auf dem heiß umkämpften Markt der Oberflächentechniker, weil Sie eine bessere Reputation haben. Denn: gute Führung spricht sich herum.

Übrigens zum Thema Stärken und Schwächen

Nur falls es Sie interessiert: Samba funktioniert überhaupt nicht mit meinem Partner. Da pausieren wir. Aber bei langsamem Walzer: Da schwingen wir wieder gerne gemeinsam das Tanzbein!

 

ZUR PERSON

Manuela Schmied-Wolfsbauer absolvierte ihr Masterstudium zur Sozialmanagerin an der Donau-Universität Krems und war seit ihren 20igern mit unterschiedlichen Führungsaufgaben betraut. Vor ihrer Selbstständigkeit als Managementcoach arbeitete sie für die Firma UTIKAL Automation GmbH & Co. KG als Prokuristin und kaufmännische Leiterin.

 

Lust auf einen gemeinsamen Business-Kaffee?

Mein kostenloses Angebot an Sie:

Q+A Session per Zoom mit einer Tasse Kaffee oder Tee am Freitag, dem 25.3.2022 / 13:00 – 14:00 Uhr zum Erfahrungsaustausch mit Ihren Fragen und meinen Antworten. Es sind alle Themen aus Ihrem Führungsalltag willkommen.

Anmeldung dazu über meine Homepage

www.think-doll.de/QandA

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