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Dienstag, 28 Mai 2024 15:45

Fraunhofer-Gesellschaft - Innovation seit 75 Jahren

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76 Instituten und Forschungseinrichtungen, 30 800 Beschäftigte, ein jährliches Forschungsvolumen von rund 3 Mrd. Euro: Die Fraunhofer-Gesellschaft zählt zu den wirkungsstärksten Forschungsorganisationen weltweit 76 Instituten und Forschungseinrichtungen, 30 800 Beschäftigte, ein jährliches Forschungsvolumen von rund 3 Mrd. Euro: Die Fraunhofer-Gesellschaft zählt zu den wirkungsstärksten Forschungsorganisationen weltweit (Bilder: Fraunhofer-Gesellschaft)

Die Fraunhofer-Gesellschaft, eine der weltweit führenden Organisationen für anwendungsorientierte Forschung, kann seit dem 26. März auf ihr 75-jähriges Bestehen zurückblicken. „Ganz in der Tradition ihres Namensgebers steht die Fraunhofer-Gesellschaft für die Verbindung von wissenschaftlichem Forschergeist und Unternehmertum. Der effiziente und nachhaltige Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Anwendung ist der rote Faden, der sich durch unsere nunmehr 75-jährige Geschichte zieht. Dabei beruht der Erfolg auf dem Einsatz der über 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich jeden Tag dafür engagieren, innovative Lösungen für aktuelle und zukünftige Märkte zu entwickeln und so unseren Kooperationspartnern den entscheidenden Vorteil im internationalen Wettbewerb liefern. Ihnen allen ist zu danken“, erklärte Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, anlässlich des Jubiläums.

„Seit nunmehr 75 Jahren prägt die Fraunhofer-Gesellschaft das deutsche Wissenschaftssystem. Sie forscht für die Praxis und hat dabei neue Technologien und Märkte im Blick. Sie verkörpert erfolgreichen Transfer und eine lebendige Gründungskultur. Sie wagt Fortschritt. All das wird im zunehmenden internationalen Wettbewerb immer wichtiger. Als Innovationsland müssen wir nicht nur exzellent forschen, sondern auch die Ergebnisse hierzulande verwerten (...)“, kommentiert Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung, die Bedeutung der Forschungsgesellschaft bei der Jubiläumsveranstaltung. Auch der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder, der Bayerischer Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sowie die Senatsvorsitzende der Fraunhofer-Gesellschaft Hildegard Müller hielten bei der Veranstaltung eine Rede.

Namensgeber der Fraunhofer-Gesellschaft ist der Forscher, Erfinder, Unternehmer und Münchner Gelehrte Joseph von Fraunhofer, der von 1787 bis 1826 lebteNamensgeber der Fraunhofer-Gesellschaft ist der Forscher, Erfinder, Unternehmer und Münchner Gelehrte Joseph von Fraunhofer, der von 1787 bis 1826 lebteAm 26. März 1949 bat Staatssekretär Hugo Geiger 210 Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft in das Bayerische Wirtschaftsministerium. Er hatte den Wunsch, mit der Gründung der Fraunhofer-Gesellschaft zum Aufbau der Wirtschaft in Bayern und Deutschland beizutragen. Namensgeber wurde der als Forscher, Erfinder und Unternehmer gleichermaßen erfolgreiche Münchner Gelehrte Joseph von Fraunhofer (1787–1826).

Am 26. März 1949 bat Staatssekretär Hugo Geiger 210 Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft in das Bayerische Wirtschaftsministerium

Entsprechend dem Bedarf der Nachkriegszeit standen in den ersten Jahren Forschungen auf den Gebieten des Bergbaus, der Hüttentechnik und des Maschinenbaus im Vordergrund. Mit der Wahl von Hermann von Siemens zum Präsidenten Mitte der 50er-Jahre sowie der Gründung erster Institute entwickelte sich Fraunhofer immer mehr zu einer essenziellen Säule der Wissenschaftslandschaft in Deutschland. Mitte der 1960er-Jahre wurde Fraunhofer offiziell zur Trägerorganisation für angewandte Forschung im deutschen Innovationssystem.

Das Fraunhofer-Modell der erfolgsabhängigen Grundfinanzierung erzeugte seit den 1970ern jene Dynamik des Erfolgs, die bis heute anhält. Mit der deutschen Wiedervereinigung eröffneten sich unerwartete Chancen auf neue Expansion. Die Fraunhofer-Gesellschaft ergriff schneller und konsequenter als andere Forschungsorganisationen die Gelegenheit und gründete in den neuen Bundesländern über 20 neue Institute und Einrichtungen.

Nachdem bereits 1984 der Verbund Mikroelektronik entstanden war, schlossen sich seit 1997 verstärkt weitere Fraunhofer-Institute zu thematisch orientieren Verbünden zusammen und entwickeln gemeinsame Marketingkonzepte sowie Forschungsstrategien.

2015 gründete die Fraunhofer-Gesellschaft erstmals sogenannte regionale Leistungszentren. Hier arbeiten Fraunhofer-Institute eng mit der Wirtschaft und anderen Forschungspartnern vor Ort in thematisch verwandten Projekten zusammen, um Stärken zu bündeln und die Potenziale der Region zu nutzen.

Mit dem Aktionsprogramm „Fraunhofer vs. Corona“ unterstützte Fraunhofer 2020 Wirtschaft und Gesellschaft im Kampf gegen die Pandemie.

Vom Airbag zur mp3-Technologie, von der weißen LED bis hin zur EUV-Lithografie reichen die Erfindungen und Entwicklungen, die aus den zahlreichen Instituten und Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft hervorgegangen sind. Fraunhofer zählt mit aktuell 76 Instituten und Forschungseinrichtungen, mehr als 30 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, einem jährlichen Forschungsvolumen von rund 3 Milliarden Euro und zahlreichen internationalen Kooperationen zu den wirkungsstärksten Forschungsorganisationen.

Veranstaltungen im Jubiläumsjahr

  • 16. und 17. Mai: Bonner Wissenschaftsnacht (Bonn)
  • 12. und 13. Juni 2024: Fraunhofer-Jahrestagung / Fraunhofer-Preis-Verleihung (München)
  • 22. Juni: Lange Nacht der Wissenschaft (Berlin) Science Talk mit Passanten am Spreeufer vor dem Fraunhofer-Forum Berlin
  • 27. bis 30. Juni: Festival der Zukunft (München)
  • 14. Mai bis 27. September: MS Wissenschaft (deutschlandweit)
  • 1. November: Berlin Science Week (Berlin)

 

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