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Dienstag, 11 Juni 2024 14:07

Die Oberfläche: 1. Platz geht an Holzapfel Metallveredlung

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Michael Kolb und Maik Hormel von Holzapfel Metallveredlung mit Dr. Martin Metzner (v.l.n.r.) bei der Preisverleihung im Expertenforum auf der Surface Technology Michael Kolb und Maik Hormel von Holzapfel Metallveredlung mit Dr. Martin Metzner (v.l.n.r.) bei der Preisverleihung im Expertenforum auf der Surface Technology (Foto: Robert Piterek)

Zum Auftakt der Surface Technology in Stuttgart wurde am 4. Juni der Preis „Die Oberfläche“ verliehen. Den 1. Platz holte die Firma Holzapfel Metallveredlung mit einem Dreh- und kippbaren Galvanikgestell. Platz 2 ging an die Firma J. Wagner aus Markdorf für ein Pulvermengen-Regelsystem und Platz 3 an die Firma TE Connctivity für einen umweltfreundlichen Beschichtungsprozess für Steckverbinder.

Der Preis wird seit 2024 verliehen. Zur Jury gehören Dr. Martin Riester, FB Fachverband Oberflächentechnik beim VDMA, Michael Hilt, Forschungsgesellschaft für Pigmente und Lacke e. V., und Dr. Martin Metzner, Leiter Galvanotechnik beim Fraunhofer IPA und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Galvano- und Oberflächentechnik (DGO).

Das von der Holzapfel Metallveredlung entwickelte Galvanikgestell soll den wachsenden Anforderungen an multifunktionale Oberflächen von Kühlkörpern für die Leistungselektronik gerecht werden. Es ist motorisiert sowie dreh- und kippbar und mit einer speicherprogrammierbaren Steuerung ausgestattet, sodass es prozessindividuelle Bewegungsabläufe ausführen kann. Dank des stufenlosen Schwenkwinkels wird einerseits eine bisher unerreichte Beschichtungsqualität möglich und andererseits eine sehr große Variabilität bei der Bauteilausrichtung. Diese Wendigkeit spart Ressourcen. Denn das dreh- und kippbare Galvanikgestell ermöglicht es erstmals, Bauteile nur auf einer Seite zu beschichten, ohne sie vorher maskieren zu müssen. Der Metallverbrauch sinkt deshalb um 61 % und der Einsatz von Chemikalien sogar um 78 %. Außerdem verringert sich der Energiebedarf für galvanische Beschichtungen aufs Jahr gerechnet um 385 Tonnen CO2.

„Die Innovation spart nicht nur Material, Energie und Emissionen ein, sondern stellt eine echte Enabler-Technologie für die Endanwendung dar“

„Die Innovation spart nicht nur Material, Energie und Emissionen ein, sondern stellt eine echte Enabler-Technologie für die Endanwendung dar“, lobte Dr. Martin Metzner. „Zudem ist die Entwicklung industrialisiert, was die Jury insbesondere vor dem Hintergrund der harten chemischen Randbedingungen in einer galvanischen Fertigung überzeugt hat.“

Das Pulvermengen-Regelsystem der Markdorfer Unternehmens J. Wagner wurde für den 2. Platz ausgewählt und adressiert insbesondere Pulverbeschichter. Es bietet Optimierungen bei der Dosierung von Feststoffen als Aerosol. Ein Vorgang, der prozesstechnisch weiterhin herausfordernd ist, wie Michael Hilt sagte.

Interessant für Galvanotechniker ist auch der neue umweltfreundliche Beschichtungsprozess für Steckverbinder der Firma TE Connectivity, der den 3. Platz gewann. Denn die steigenden Anforderungen an die Steckverbinder in den Bordnetzen von Autos erfordern völlig neue beschichtete Kontaktoberflächen. Sie müssen leistungsfähig sein und umweltfreundlich hergestellt werden können. Die Firma TE Connectivity aus dem hessischen Bensheim hat den physikalischen „GreenSilver“-Beschichtungsprozess entwickelt, bei dem eine Kombination der beiden leitfähigsten Metalle Kupfer und Silber die Kontaktoberfläche bildet. Aufgrund der feinkristallinen Struktur und des niedrigen Reibungskoeffizienten erzielt das Beschichtungsmaterial stabile elektrische Verbindungen, hält Temperaturen von bis zu 180 °C und hohen Vibrationsbelastungen stand. Das neue Beschichtungsverfahren ist trocken, erzeugt kein Abwasser und hat einen um bis zu 35 % kleineren CO2-Fußabdruck als etablierte galvanische Prozesse. „Die vorgestellte Technologie kann in der Automobilindustrie einen Beitrag bei E-Mobility-Anwendungen, Signal- und Stromübertragung sowie Sensortechnologie und damit auch einen Beitrag für die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele dieser Branche leisten“, so Dr. Riester.

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