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IPC verzeichnet weltweiten Mitgliederzuwachs und wird 60

Der in den USA ansässige Elektronikfachverband IPC verzeichnet weltweit einen Zustrom neuer Mitglieder. Im März 2017 konnte das Verbandsmanagement in seinem Hauptsitz Bannockburn (Illinois) mit mehr als 4000 Mitgliedern in 79 Ländern die höchste Zahl seit Gründung des IPC im Jahre 1957 verzeichnen. Das ist ein guter Grund, dieses Jahr optimistisch den 60. Jahrestag der Verbandsgründung zu feiern.
Wesentliche Teile des umfangreichen Jubiläumsprogramms wurden bereits während der IPC APEX Expo 2017 im Februar dieses Jahres in San Diego (Kalifornien, USA) durchgeführt. Wer sich für die Geschichte des Verbandes interessiert, kann sich dazu auf Twitter ein informatives und interessantes Video anschauen. Die ursprünglich nur für die US-amerikanische Leiterplattenindustrie gedachte Interessenvertretung wurde 1957 unter der Bezeichnung Institute for Printed Circuits von sechs unabhängigen Leiterplattenproduzenten gegründet. Die Abkürzung IPC leitet sich davon ab. Ende der 90-er Jahre war der Verband weltweit bereits so bekannt, dass man im Rahmen der Reorganisation und Erweiterung der Verbandsarbeit mit ,IPC‘ nur noch die Abkürzung seines ursprünglichen Namens verwendete und dazu den Slogan ,Association Connecting Electronics Industries‘ hinzusetzte.
Noch Anfang der 2000er-Jahre schien sich der Mitgliederumfang für längere Zeit auf 2500 bis 3000 einzupendeln und die Gewinnung neuer Firmen ging gerade in Europa nur mühsam voran. Doch seit der schrittweisen Gründung von IPC-Büros in China, Thailand, Indien, Schweden, Russland und zuletzt in Belgien (Brüssel) entschlossen sich immer mehr Firmen, dem global wirkenden Fachverband beizutreten. Nicht zuletzt wurden sie dazu dadurch angeregt, dass der Verband seine Normenarbeit für die Elektronikindustrie ständig ausweitet und an die Technikentwicklung anpasst sowie adäquat auch die Schulungsarbeit modernisiert. Der IPC bietet bereits auf Internetseiten in zehn Sprachen Informationen über die Leistungen des Verbandes an: Englisch, Deutsch, Russisch, Spanisch, Französisch, Polnisch, Portugiesisch, Chinesisch, Japanisch, Vietnamesisch, Koreanisch. Beispielsweise sind die deutschen IPC-Seiten unter www.ipc.org/de/default.aspx zu erreichen. Allerdings ist auch kritisch anzumerken, dass die Qualität der deutschsprachigen Seiten in den vergangenen Jahren sehr geschwankt hat und zukünftig verbesserbar ist.
Im asiatisch-pazifischen Raum wurde sogar ein Mitgliederzuwachs mit zweistelligen Wachstumsraten verzeichnet, allein 2016 über 100 neue Mitglieder. Firmen aus dieser Region machen gegenwärtig um 24 Prozent der weltweiten Gesamtmitglieder aus, was vor etwa 15 Jahren undenkbar gewesen wäre, denn damals sah das völlig anders aus. Anfang 2017 verfügte der IPC allein in China bereits über sechs Büros – in den Industriezentren Qingdao, Shanghai, Shenzhen, Chengdu, Suzhou und Peking.
Nach der Eröffnung des IPC-Büros in Brüssel im März 2016 stieg die Mitgliedzahl auch in Europa auf mehr als 600. Die im Jahr 2015 eingeführte Enterprise Membership, d. h. die Mitgliedschaft von Firmen mit mehreren Standorten als ein Mitglied, wurde in der Industrie positiv aufgenommen, denn sie ist für viele Firmen effizienter als eine Einzelmitgliedschaft jeder Niederlassung. Mit dem Büro in Brüsssel versucht der IPC auch mehr Einfluss auf die Wirtschaftspolitik der EU zu nehmen. Damit verfährt er nicht anders als der ZVEI, der ja dort mit dem ZVEI European Office ebenfalls eine Interessenvertretung auf europäischer Ebene unterhält – allerdings mit dem gravierenden Unterschied, dass er ein deutscher Industrieverband der Elektrotechnik und Elektronik ist und somit in einem der führenden EU-Länder beheimatet. Der IPC wiederum, der selbstverständlich auch in Washington seine Lobbyvertretung gegenüber den US-amerikanischen Politikern hat, überträgt seine ,Hausgewohnheiten‘ auf Europa.
Zu den IPC APEX Expo-Veranstaltungen ist es üblich, dass die aktivsten ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Normengremien des IPC, die neue Standards erarbeiten oder vorhandene aktualisieren, öffentlich ausgezeichnet werden. Der umfangreichen Aufzählung der zur diesjährigen IPC APEX Expo-Veranstaltung Ausgezeichneten ist leider zu entnehmen, dass deutsche Vertreter in den Arbeitsgruppen augenscheinlich noch immer sehr selten zu finden sind, was dem widerspricht, dass IPC-Standards in Deutschland insbesondere in übersetzter Form vielfach eingesetzt werden. Hier hofft das Management des IPC immer noch auf stärkeres Engagement der Vertreter der deutschen Elektronikindustrie. 

Bild: Der Jubiläumsbaum erinnert etwas an die Struktur des Standardbaums des IPC (Quelle: IPC)

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