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Die Umsatzerwartungen 2017 sind laut VDMA Productronic auf Rekordniveau

Der aktuellen Geschäftsklimaumfrage der VDMA Fachabteilung Productronic zufolge erwarten die deutschen Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen für die Elektronikproduktion für das laufende Jahr ein Umsatzwachstum von 10,5 % und für 2018 ein Umsatzwachstum von 6,8 %. Damit liegen die Erwartungen für 2017 auf dem Niveau des Rekordjahres 2014 (10 % Umsatzwachstum). Gründe für diese positive Entwicklung sind neben dem weiterhin schwachen Eurokurs die wachsende Nachfrage aus der Automobilbranche nach Elektronik und die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung in der Produktion und im Konsumer-Bereich. Die Automobilbranche und Digitalisierung der Produktion tragen das Wachstum. Der Anteil an Elektronikkomponenten und Halbleitern an der Wertschöpfung pro Auto nimmt jährlich zu. Immer mehr elektrische Fahrassistenzsysteme, mehr Infotainment und nicht zuletzt die Idee des autonomen Fahrens lassen die Nachfrage nach elektronischen Bauteilen steigen. „Auch die zunehmende Digitalisierung in der Produktion hilft dem deutschen Elektronik-Maschinenbau auf doppelte Weise“, wie Rainer Kurtz, CEO der kurtz-ersa-Gruppe und Vorsitzender des VDMA Fachverbandes Electronics, Micro and Nano Technologies berichtet. „Zum einen besitzt die Digitalisierung ein großes Marktpotenzial für Sensoren und andere elektronische Bauteile, zum anderen kann der deutsche Maschinenbau insbesondere durch innovative Kombinationen von Produktionssystemen und Software neue Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung und Qualitätsoptimierung bieten.“ Die Nachfrage in Deutschland und Europa ist derzeit am stärksten: Traditionell ist der Exportanteil im Elektronik-Maschinenbau größer als 80 %. Laut Umfrage ist derzeit allerdings Deutschland mit knapp 30 % der größte Abnehmer für die Produkte des Elektronik-Maschinenbaus. Knapp dahinter kommt Europa mit 29 %. Nach Asien werden hingegen derzeit weniger Maschinen geliefert (24 %). Die Auftragsbücher der Firmen sind voll. So melden 86 % der Unternehmen eine gleichbleibende oder bessere Auftragssituation im Vergleich zum Vorjahr. Mit 5,5 Produktionsmonaten ist der Auftragsbestand auf einem überaus guten Niveau für die Branche (Durchschnitt im Elektronik-Maschinenbau sind 3,2 Produktionsmonate). Das führt zu Überstunden, Personalaufbau und Marktanteilsteigerung. Knapp mehr als ein Viertel der meldenden Unternehmen fahren Überstunden. Trotz der Planung von rund 25 % der Firmen, neue Stellen aufzubauen, rechnet derselbe Anteil an Firmen auch zukünftig mit Überstunden bei den Mitarbeitern. Kurzarbeit spielt heute und in der Planung keine Rolle bei den Unternehmen. Die mittelfristige Stützung der Erträge soll vor allem durch Marktanteilssteigerungen erzielt werden. Effizienzsteigerungen spielen traditionell eine große Rolle, sowohl mittelfristig als auch auf langfristige Sicht. 

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