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Touchpads einfach auf Alltagsgegenstände sprühen

Elektronische Touchpads findet man aufgrund von Kosten- und technischen Beschränkungen üblicherweise an kleinen, flachen Oberflächen, wie Smartphone-Bildschirmen oder Laptop-Tastfeldern. Forscher der Carnegie Mellon Universität haben jedoch (laut einem Bericht von Dr. Anselm Kuhn) einen Weg gefunden, größere und unregelmäßige Oberflächen zu geringen Kosten in Touchpads zu verwandeln. „Wir konnten mit einer Farbsprühdose einen Touchscreen auf fast alles aufsprühen“, sagte Chris Harrison, außerordentlicher Professor und Leiter der Future Interfaces Group (www.figlab.com). Die Forscher brachten eine Reihe von Elektroden an Gegenständen an, die mit leitfähigen Materialien, wie Farbe oder Velostat (einer polymerischen Folie, imprägniert mit Carbon Black), beschichtet waren. So waren sie in der Lage, einen Fingerabdruck zu erkennen und seine Bewegung über die Oberfläche nachzuverfolgen. Sie sagten, ihre ,Electrick‘-Technologie könnte von Herstellern zur Ausstattung neuer Produkte mit Touch-Interfaces genutzt werden. Die Abbildung zeigt das Prinzip der Methode, ein 14 Seiten umfassendes White Paper mit dem Titel ,Electrick: Low-Cost Touch Sensing Using Electric Field Tomography‘ erklärt diese Technologie ausführlich (www.figlab.com/#/electrick-2017/).
In einer Demonstration, die man auf YouTube anschauen kann, trugen sie eine Schicht leitfähiger schwarzer Farbe auf eine elektrische Gitarre auf und programmierten Software zur Aktivierung der musikalischen Effekte, wenn Teile des ,Gitarrenkorpus‘ auf unterschiedliche Weise berührt wurden. Sie brachten auch leitfähige Farben auf ein 1 x 2 m großes Board auf, um das Beleuchtungssystem eines Haushalts durch Antippen oder Wischen der Oberfläche zu steuern. An einem Lenkrad brachten sie Touch-Controls an, mit dem das Autoradio betrieben werden kann.
Das Team glaubt, dass es in der Verbrauchertechnologie, bei Smart Homes und smartem Autofahren viele potentielle Anwendungen geben wird. Das würde zum neuen Trend in Richtung ,unsichtbare‘ Technologie passen. Beispiele sind Geräte wie Amazons Smart-Speaker Echo, mit dem man die Unterhaltungssysteme und -geräte mithilfe von Stimmbefehlen steuern kann. Bis jetzt waren große Touch-Oberflächen teuer, und die mit außergewöhnlichen Formen und flexiblen Oberflächen existierten meist in Forschungslabors. Einige andere Systeme für große Touch-Oberflächen nutzen Kameras, um die Handbewegungen des Nutzers zu verfolgen, was bedeutet, dass die Kamera eine Sichtlinie haben muss. 

Bild: Prinzip des Touchpad-Systems ,Electrick‘ (Foto: Future Interfaces Group)

www.figlab.com

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