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Rekordjahr für die EMS-Industrie

Die meisten kennen das Beispiel aus der Statistik: In einem Fluss, der im Mittel nur 40 cm tief ist, kann man trotzdem ertrinken. Entsprechend vorsichtig muss man bei der Interpretation von Mittelwerten sein. Wenn man die Kennzahlen seines Unternehmens mit dem Markt vergleichen will, benötigt man natürlich regelmäßig Vergleichswerte. Insbesondere findet man sie in den Lageberichten der Unternehmen, wo Anteilseignern und Geschäftspartnern aufgezeigt werden soll, wie sich das eigene Unternehmen im Vergleich entwickelt hat. Aber man muss sich fragen, was man beispielsweise mit der Aussage anfangen kann: „Die Konjunkturforscher des IfW halten trotz internationaler Unsicherheiten an ihrer Prognose für Deutschland von 1,9 % BIP-Zuwachs in 2017 und 1,7 % in 2018 fest“? Ein sehr grober Mittelwert ist als Vergleichswert für die eigene Leistung eher ungeeignet, außer natürlich, man braucht einen Wert, der niedrig genug ist, um mit eigenen Zahlen glänzen zu können.
Nun gibt es auch Zahlen von Branchenverbänden, die – bezogen auf Elektronikunternehmen –schon recht genau sein können, wenn man den entsprechenden Verband auswählt. Ein deutscher Elektroverband publiziert regelmäßig die absoluten Zahlen, die Wachstumszahlen und die Prognosen für die deutsche Elektroindustrie. Man muss aber genau nachsehen, was hinter den Zahlen steht: „Die Elektroindustrie umfasst ein sehr breites und dynamisches Produktportfolio“, so der Verband. In 2018 hatte dieses breite Produktportfolio nach Aussagen des Verbandes ein Produktionsvolumen von 197 Mrd. € mit 890 000 Mitarbeitern und ein Wachstum von 2,8 %. Für 2019 werden magere 1,1% Umsatzwachstum prognostiziert. Diese Zahlen sind zwar bereits spezifischer als das BIP und mögen für die deutsche Elektroindustrie als Ganzes ja sogar stimmen. Aber geht es nicht noch etwas genauer?
Insbesondere für die EMS-Industrie sind genaue Zahlen lebenswichtig zur Kontrolle und Planung der weiteren Unternehmensstrategie. Entsprechend den in4ma-Statistiken hatte das EMS-Produktionsvolumen in Deutschland 2018 einen Wert von knapp 6,4 Mrd. €. Das sind gerade einmal 3,2 % des Gesamtumsatzes der deutschen Elektroindustrie. Und mit über 33 000 Mitarbeitern beschäftigt die Sparte Electronic Manufacturing Services ca. 3,7 % der Mitarbeiter der deutschen Elektroindustrie. Die einzelnen Produktsegmente des „dynamischen Produktportfolios“ der gesamten Elektroindustrie verhalten sich im Wachstum nicht synchron sondern zeigen genauso kleine und große Wachstumszahlen wie es im eingangs sprichwörtlich angeführten Fluss flache und tiefe Stellen gibt. Daher muss sich die EMS-Industrie keine Sorgen machen, dass es in 2019 nur 1,0 % Wachstum gibt, darf sich aber auch nicht hinter dem mageren Wachstum von 2,8 % für 2018 verstecken.
Derzeit läuft die Auswertung der Jahresstatistik der EMS-Hersteller in D-A-CH bei in4ma, die neben anderen Kennzahlen ca. 58 % des Umsatzes Deutscher und Österreichischer EMS-Hersteller sowie ca. 37 % des Umsatzes der Schweizer EMS-Anbieter einbezieht. Bereits jetzt kann gesagt werden, dass 2018 für die EMS-Industrie das beste Jahr bezogen auf die letzten zehn Jahre war. Schon vor Ende der Auszählung – soviel sei verraten – zeichnet sich ab, dass vielleicht sogar ein zweistelliges Wachstum erreicht wurde.
Zudem haben die meldenden Unternehmen eine Prognose aufgrund des vorliegenden Auftragsbestandes für die Jahre 2019 und 2020 abgegeben. Diese Prognosen der EMS-Hersteller sind normalerweise konservativ. Anfang 2018 hatten die Unternehmen für 2018 noch ein Wachstum von 5,7 % für 2018 und 6,2 % für 2019 vorhergesagt. Lediglich einige Unternehmen außerhalb von D-A-CH lagen mit 8,4 % für 2018 näher an der Realität, die sich derzeit bei der Auswertung abzeichnet. Dementsprechend kann jetzt schon gesagt werden, dass sich die EMS-Industrie 2018 blendend geschlagen hat und auch 2019 kein flaches Wachstum droht. Die genauen Zahlen stehen ab Ende Februar auf der in4ma-Website und werden in der PLUS 3/2019 publiziert.

www.in4ma.de

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