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Dienstag, 29 Dezember 2020 13:00

Kretschmann bei Eltroplan: Infos zu Innovationspotenzial des Mittelstands

von Gustl Keller
Geschätzte Lesezeit: 2 - 4 Minuten
Abb. 1: Beim Empfang des Ministerpräsidenten Abb. 1: Beim Empfang des Ministerpräsidenten

Unter dem Motto ‚Innovation, Solidarität, ZU[sammen]KUNFT' war Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann auf Sommertour, die er in den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen abschloss und dabei auch bei Eltroplan Station machte. Dort informierte er sich insbesondere über das Innovationspotenzial des Mittelstandes.

Ein Grund für Kretschmanns Interesse an der Eltroplan Engineering GmbH in Endingen war, dass das Unternehmen 2020 zum zweiten Mal beim Innovationswettbewerb TOP 100 ausgezeichnet worden war. Geschäftsführer Michael Pawellek, der Eltroplan 1978 gegründet hat und alleiniger Gesellschafter ist, erläuterte, was das EMS-Unternehmen macht und an Besonderheiten bietet: Umfassende Elektronik-Engineering- und Fertigungsdienstleistungen von der Entwicklung bis zum Test mit dem Schwerpunkt auf anspruchsvollen Produkten in kleineren Stückzahlen und speziellen technologischen Lösungen.

Themen von der Pandemie bis hin zur Nachhaltigkeit erörtert

Pawellek erläuterte, Eltroplan sei bislang gut durch die Corona-bedingte Krise gekommen „und dies ohne Kurzarbeit trotz Kunden aus dem Automobilbereich und der Luftfahrttechnik“. Kretschmann hatte dies so nicht erwartet und fragte nach. Eltroplan habe davon profitiert, so Pawellek, dass das Unternehmen sehr stark in Entwicklungsprojekten tätig ist. Auch das breite Kundenspektrum hatte positive Wirkung. Eltroplan fertigt hochkomplexe Elektroniken, meist mit spezifischem Formfaktor, darunter auch Embedded Systems und Lösungen zum Support des autonomen Fahrens. „Wir entwickeln High Speed-Datenübertragungen, die die fahrerlose motorisierte Fortbewegung erst möglich machen.“

Fachkräftemangel ist bei Eltroplan kein großes Thema. Pawellek antwortete auf eine entsprechende Frage: „Wir konnten in der Region viele attraktive Arbeitsplätze gerade auch für junge Menschen bieten und haben viele Bewerbungen“. Eltroplan setzt sehr auf seine gut ausgebildeten Mitarbeiter.

Abb. 2: Winfried Kretschmann im Gespräch mit Michael PawellekAbb. 2: Winfried Kretschmann im Gespräch mit Michael Pawellek

Pawellek dankte dem Ministerpräsidenten für die Fördermittel des Landes, darunter das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR), das für die Weiterentwicklung von Eltroplan sehr hilfreich war. „Das ist ein gutes Instrument, um gerade kleinen Unternehmen in der Anfangszeit Unterstützung zu bieten“, bemerkte er.

Kretschmann war bereits im Vorfeld des Besuchs über das Joint Venture Aristos der Unternehmen Eltroplan Engineering GmbH, Kaiser Ingenieurbüro GmbH und PLC2 Design GmbH informiert und wollte dazu mehr erfahren. Pawellek erläuterte, wie die drei Unternehmen ihre Erfahrungen und Kompetenzen in den Bereichen Software, Hardware und Mechanik bündeln, um Kunden ein Komplettpaket bieten zu können.

 „Wir entwickeln High Speed-Daten-übertragungen, die die fahrerlose Fortbewegung erst möglich machen.“

Angetan war der Ministerpräsident besonders davon, wie das Thema Nachhaltigkeit von Eltroplan umgesetzt wird. Das Firmengebäude von Eltroplan sei, so Pawellek, auf dem neuesten energetischen Stand. Es wird über eine intelligente Gebäudeleittechnik zentral gesteuert. „Fossile Brennstoffe brauchen wir nicht mehr“. In Planung ist nun auch, die Mitarbeiter-Parkplätze mit Photovoltaikmodulen zu überdachen. Zusammen mit den bereits auf dem Dach des Firmengebäudes installierten Modulen soll der selbst erzeugte Strom zukünftig den Verbrauch des Unternehmens abdecken – einschließlich der kommenden Ladestationen für E-Autos.

Firmenrundgang mit zahlreichen Beispielen

Ministerpräsident Kretschmann besuchte beim Rundgang zusammen mit Michael Pawellek und dem Technischen Leiter Axel Frank alle Bereiche des Unternehmens von der Entwicklungsabteilung über die Produktion bis hin zum Prüffeld. Er zeigte sich dabei sehr interessiert und fragte immer wieder: „Was machen Sie da genau?“

Abb. 3: Winfried Kretschmann beim Rundgang: „Es gilt derzeit auch die Ladeinfrastruktur für E-Autos voranzutreiben.“Abb. 3: Winfried Kretschmann beim Rundgang: „Es gilt derzeit auch die Ladeinfrastruktur für E-Autos voranzutreiben.“

Abschlussdiskussion: Zukunft der Automobilindustrie und -technik

Nach dem Rundgang wurden mit den anderen Gästen weitere aktuelle Themen diskutiert. Zur Zukunft der Automobilkonzerne äußerte sich Winfried Kretschmann zuversichtlich, da das Thema Elektromobilität mittlerweile von allen ernstgenommen werde und: „Daimler und Porsche haben sich jetzt gut aufgestellt.“ Man wolle im Land eine Politik der Technologieoffenheit praktizieren. Deshalb werden auch die Entwicklungen im Bereich Brennstoffzellen und Wasserstoff gefördert. Die Hybrid- bzw. Plug-in-Technik betrachtet er als wichtige Übergangstechnik, denn damit könne in den Ballungsgebieten der Schadstoffausstoß schnell und deutlich reduziert werden. „Es gilt derzeit auch die Ladeinfrastruktur für E-Autos voranzutreiben“, so Kretschmann. Mit dem Rückgang von Verbrennermotoren würden zwar Arbeitsplätze verloren gehen, aber dafür entstünden neue im Bereich Software und Digitaltechnik. Kretschmann ist überzeugt, dass der Wandel geschafft werde und merkte an: „Wir haben die notwendige Infrastruktur und Kultur“.

Er sprach abschließend Eltroplan seine Anerkennung aus und sagte, dass es sehr ermutigend sei, dass kleinere Unternehmen so wichtige Schritte gehen. Denn die Politik wisse, dass die Prosperität des Landes auf solchen Unternehmen ruhe. „Wir sind bereit, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen."

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