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Dienstag, 15 Dezember 2020 13:00

Digitales Konferenzprogramm fand großen Zuspruch

von Volker Tisken
Geschätzte Lesezeit: 2 - 4 Minuten
Virtueller CEO-Roundtable mit Jean-Marie Chery (STMicroelectronics), Gunther Kegel (Pepperl + Fuchs), Reinhard Ploss (Infineon Technologies) und Kurt Sievers (NXP Semiconductors) Virtueller CEO-Roundtable mit Jean-Marie Chery (STMicroelectronics), Gunther Kegel (Pepperl + Fuchs), Reinhard Ploss (Infineon Technologies) und Kurt Sievers (NXP Semiconductors)

209 Aussteller aus 25 Ländern präsentierten vom 9. bis 12. November 2020 im Rahmen der electronica virtual Lösungen und Produkte aus der Elektronikindustrie. Insgesamt informierten sich 8253 Teilnehmer aus 79 Ländern in den virtuellen Messehallen und auf den vier Online-Konferenzen der rein digital durchgeführten electronica.

Falk Senger, Geschäftsführer der Messe München, zog zum Abschluss ein positives Fazit: „Die electronica virtual hat deutlich gezeigt, welch großes Bedürfnis nach fachlichen Diskussionen, Wissenstransfer und Inspiration in der Branche herrscht. Dieses haben wir erfüllt und dem internationalen Publikum nach langer Zeit endlich wieder ein Branchentreffen ermöglicht. All dies dank digitaler Technologien, deren Treiber die Elektronikindustrie ist. Doch der persönliche Kontakt ist unersetzlich. Wir freuen uns deshalb schon jetzt auf ein persönliches Wiedersehen hier in München.“

„Wir befinden uns in der schwersten Rezession seit den 1930er Jahren, blicken aber optimistisch in die Zukunft“

Kurt Sievers, President & CEO von NXP Semiconductors: „Mit dem digitalen Format konnten wir in diesem Jahr erstmals eine virtuelle Bühne nutzen, um unsere Produkte einem globalen Fachpublikum zu präsentieren und Leads zu generieren. Dieser Austausch zwischen internationalen Unternehmen ist von grundlegender Bedeutung für unsere Branche.“

Leichte Erholung nach dem Corona-Tief

Die Covid-19-Pandemie hatte in der Elektronikindustrie zu einem deutlichen Einbruch geführt. Aus Sicht des Branchenverbands ZVEI wurde die Talsohle aber vorerst bereits durchschritten. Vor allem im Bereich Automotive ist im zweiten Halbjahr 2020 ein positiver Trend zu erkennen. Christoph Stoppok, Geschäftsführer Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), hofft auf weitere Besserung: „Wir befinden uns in der schwersten Rezession seit den 1930er Jahren, blicken aber optimistisch in die Zukunft. Ich bin froh, dass wir im Zuge der electronica virtual 2020 die Möglichkeit hatten, uns – unabhängig von coronabedingten Restriktionen – mit der Branche auszutauschen, Innovationen zu erleben und gemeinsam gestärkt voranzugehen.“

Zahlen und Fakten

Auch im digitalen Format vermittelte die electronica virtual einen umfassenden Technologie-Überblick. 209 Aussteller aus 25 Länder präsentierten in zwölf virtuellen Messehallen ihre Innovationen. Zu den Ausstellungsbereichen zählten unter anderem Automotive, Embedded Systeme, EMS, Halbleiter sowie Wireless. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, virtuelle Messestände zu besuchen und über Chat-Funktion direkt mit den Unternehmen in Kontakt zu treten. 52 % der insgesamt 8253 Teilnehmer (Unique Users) kamen aus dem Ausland. Die Top-Nutzerländer waren nach Deutschland (in dieser Reihenfolge): Österreich, Italien, Japan, Großbritannien, Schweiz und USA. Durchschnittlich waren an jedem der vier Veranstaltungstage knapp 4500 Teilnehmer auf der virtuellen electronica aktiv.

CEO Roundtable

Wohin entwickelt sich die Elektronikbranche in Zeiten von Covid-19 und danach?, lautete die Frage beim diesjährigen CEO Roundtable. An der Gesprächsrunde nahmen Jean-Marie Chery (STMicroelectronics), Gunther Kegel (Pepperl + Fuchs), Reinhard Ploss (Infineon Technologies) und Kurt Sievers (NXP Semiconductors) teil. Er fasst die aktuelle Situation zusammen: „Covid-19 hat im ersten Halbjahr 2020 zu erheblichen Umsatzeinbußen geführt. Im Moment sieht es allerdings so aus, als ob unsere Branche diese Krise deutlich besser meistert als zunächst angenommen, und wir können mit Optimismus und Zuversicht auf das Jahr 2021 blicken.“

Digitaler Wissenstransfer bei Konferenzen und Foren

Das Konferenz- und Rahmenprogramm verzeichnete mehr als 16 000 Teilnahmen an den über 250 Vorträgen des Konferenz- und Rahmenprogramms der electronica virtual. Der große Zuspruch unterstreicht den Wunsch der Branche, sich über Trends zu informieren und Wissen anzueignen.

Das Online-Konferenzprogramm umfasste vier große Zukunftsthemen der Elektronik. Die electronica Automotive Conference behandelte Themen wie E-Mobility und Connectivity. In der electronica Medical Conference standen Sicherheit und Mobile Health im Mittelpunkt. Über Machine Learning und Sensoren diskutierten Experten im Rahmen der electronica Embedded Platforms Conference. Der Wireless Congress setzte sich mit der Entwicklung von Systemen und Funkapplikationen in verschiedenen Bereichen wie Automobil, Industrie oder Medizin auseinander. Sechs themenspezifische Foren beschäftigten sich zudem mit den Entwicklungen in den Bereichen Cyber Security, Embedded und IoT, Power Electronics sowie Printed Electronics. Die nächste electronica ist vom 8. bis 11. November 2022 in München geplant. Anfang November 2021 ist wieder die productronica dran.

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  • Ausgabe: 12
  • Jahr: 2020
  • Autoren: Volker Tisken

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