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Donnerstag, 22 Juli 2021 11:59

Lohnende und zukunftssichernde Investition in neue SMT-Fertigungslinie

von
Geschätzte Lesezeit: 2 - 3 Minuten

Im November 2019 nahm der EMS-Dienstleister elektron systeme eine neue Bestückungslinie in Betrieb. Nach einer Nutzung der Gesamtlinie von etwas mehr als eineinhalb Jahren, zieht Harald Weiß, technischer Geschäftsführer der elektron systeme, eine positive Bilanz.

„Als Nutzer einer bestehenden Fertigungslinie von ASM Siplace lag es für uns nahe, unsere Produktionskapazitäten durch eine weitere ASM-Linie zu erweitern“, blickt Weiß zurück. So entschied sich das Management für eine 3-modulige SX-Linie, inkl. eines DEK-Schablonendruckers des Typs NeoHorizon03iX sowie für ein Reflow-Lötsystem VisionXP+ nitro von Rehm. Der Baugruppentransport sowie das Be- und Entladen der Linie erfolgt mit Modulen von Asys. „Für uns als mittelständischer EMS-Dienstleister ist dies eine hohe Investition. Ob wir diese auch durchgeführt hätten, wenn wir gewusst hätten, was 2020 mit Corona passiert, ist fraglich. Unstrittig ist aber, dass uns die Linie bei der schnellen und zuverlässigen Belieferung unserer Kunden in der Corona-Zeit geholfen hat“, so Michael Walter, kaufmännischer Geschäftsführer bei elektron systeme. Die Auftragslage von elektron systeme ist gut und so konnte die neue Produktionslinie schnell beweisen, wie leistungsfähig sie ist. „In der bisherigen Corona-Zeit war die neue Anlage und die Einarbeitung an dieser nicht das Bottleneck. Vielmehr ist es die Bauteilversorgung, die hin und wieder Kopfschmerzen bereitet“, erinnert sich Walter. elektron systeme bestückt auf 2300 m² Produktionsfläche nicht nur Leiterplatten in SMD- und THT-Technologie, sondern produziert auch komplette elektronische Geräteeinheiten.

Das Siplace SX-Bestückungssystem ist eine Bestückungsplattform für die hochflexible Elektronikfertigung. Mit den drei Bestückungsköpfen können alle aktuellen Bauteilformen und -größen ab 0201 metrisch abgedeckt werden. Insgesamt können mit dem Bestückungsautomaten maximal 86 500 Bauteile pro Stunde platziert werden. Diese werden mit bis zu 120 8 mm-Feedern zur Verfügung gestellt. Bauelemente können aber auch mit Gurten, Trays, Stangen und Bowls bestückt werden. Auch Sonder- und THT-Bauteile können zuverlässig zugeführt werden. Wegen der eingesetzten Longboard-Option beträgt die maximale Leiterplattengröße 1525 × 560 mm.

Der Schablonendrucker NeoHorizon 03iX ist modular aufgebaut und kann je nach Bedarf an die Anforderungen des Elektronikherstellers mit unterschiedlichen Klemm- und Transportoptionen, Sensor- und Kamerasystemen oder der neuesten Version des Druckkopfsystems DEK ProFlow ATx aufgerüstet oder auch nachträglich angepasst werden. Mit Kernzykluszeiten von 8 Sekunden und einer Wiederholgenauigkeit von bis zu 25 µm @ >2 Cpk erfüllen diese Drucker hohe Ansprüche an Geschwindigkeit, Effizienz und Genauigkeit. Des Weiteren ist der Drucker besonders bediener- und servicefreundlich, da alle Eingriffe für den Betrieb und die Wartung von der Vorderseite der Maschine erfolgen können. Er ist für unterschiedlichste Fertigungsphilosophien ausgelegt, egal ob High-Speed-Fertigung, hochflexible Bestückung kleinster Losgrößen, Pin-in-Paste, kleinste Bauteile und feinste Aperturen, Stufenschablonen, regelmäßiger Einsatz der Unterseitenreinigung, Leiterplatten für spezielle Substrate oder unterschiedlichste Pastentypen.

Abgerundet wird die Linie durch das Reflow-Lötsystem VisionXP+ nitro von Rehm. Der Reflow-Ofen ist u.a. mit einer Mittelunterstützung, einem O2-Analysegerät, einer Stickstoffregelung sowie einem externen Wasser-Rückkühlsystem ausgestattet. Mit besonderem Augenmerk auf Energieeffizienz, Reduzierung von Emissionen und Betriebskosten wurden bei der VisionXP+ nitro EC-Motoren integriert, mit denen Kunden Energie einsparen können. Dieser Nachhaltigkeitsaspekt war ein Haupt-Entscheidungsgrund für das Management des EMS-Dienstleisters. „Für uns ist es wichtig, eine Fertigungsline zu nutzen, mit der wir auf alle Veränderungen des Marktes und unserer Kunden reagieren können. Dies ist mit der neuen Linie gegeben und es ist ebenfalls beruhigend, denn wir haben ja gerade in den letzten 12 Monaten gesehen, wie schnell sich Marktbedingungen verändern können“, so Walter.

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