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Donnerstag, 02 Dezember 2021 08:24

Digitalisierung und grüne Transformation treiben den Halbleitermarkt

Geschätzte Lesezeit: 2 - 3 Minuten
Länderverteilung der Chipfertigung für diverse Strukturgrößen. Länderverteilung der Chipfertigung für diverse Strukturgrößen.

Um 21 bis 27 % auf ein Umsatzvolumen von 533 bis 559 Mrd. $ wird der weltweite Halbleitermarkt in diesem Jahr gewachsen sein. Das legte der ZVEI auf seinem traditionellen Pressegespräch am 30. 11. 2021 noch einmal dar. „Treiber sind die Digitalisierung und die grüne Transformation mit ihrer großen Nachfrage nach CO2-mindernden Technologien“. erklärte Stephan zur Verth, Vorsitzender der Fachgruppe Halbleiter-Bauelemente.

Entwicklung der Strukturdimensionen und deren Anteile und Anwendungsbereiche.Entwicklung der Strukturdimensionen und deren Anteile und Anwendungsbereiche.Der europäische Markt partizipiert an diesem Wachstum mit rund 20 % auf 45 Mrd. $. Auch Deutschland verzeichnet ein hohes Umsatzwachstum um etwa 20 % auf 14 Mrd. $. Der optimistische Ausblick des ZVEI: „Im kommenden Jahr erwarten wir weltweit eine Umsatzsteigerung zwischen vier und zehn Prozent auf 556 bis 615 Milliarden Dollar. In Europa gehen wir von plus acht Prozent auf 49 Milliarden Dollar aus.“

Derzeit werden etwa 23 % aller Chips in China produziert, jedoch größtenteils nicht von genuin chinesischen Unternehmen. in Europa werden knapp 8 Prozent gefertigt und rund 10 % in den USA. Insgesamt entwickeln US-Unternehmen immer noch (oder bereits wieder) 50 Prozent aller Schaltungen, chinesische Unternehmen hingegen nur 5 %. Europa verzeichnet mit 9 % einen nahezu doppelt so hohen Anteil. Allerdings liegt der Anteil Europas an den weltweiten Absatzmärkten bei nur 9 %.

Um eine Steigerung des europäischen Anteils an der Produktion anzukurbeln, hat die EU-Kommission im März diesen Jahres einen ehrgeizigen "politischen Anspruch" formuliert: von heute knapp 8 % auf 20 % zum Ende des laufenden Jahrzehnts. Das klingt einfacher als es ist: Bei zu erwartender Verdoppelung des weltweiten Halbleitermarktes auf 1 Billion US-Dollar mit entsprechend größeren Anteilen der anderen Regionen bedeutet dies, schätzt der ZVEI, einen Ausbau der europäischen Fertigungskapazitäten um das mehr als Fünffache. Das ginge nur mit kooperativen Allianzen und einem F&E-,Förderanstoß‘ auf nationaler und internationaler Ebene.

Auf die zuweilen übertriebene Ausrichtung neuer Fertigungen auf ‘Leading-Edge’-Strukturdimensionen im unteren Nanometerbereich antwortet der ZVEI mit einem Verweis auf den Stand der aktuellen Anwendungen in Europa: Im Wesentlichen ist das die Automobilherstellung. Von den durchschnittlich 960 Halbleiterschaltungen pro Fahrzeug haben zwei Drittel Strukturen von 130 nm und größer. In der Leistungselektronik liegen die Dimensionen oberhalb 1 µm.

Positiv sei, merkt der ZVEI an, dass die Koalitionsvereinbarung der kommenden Regierung die Mikroelektronik als Schlüsseltechnologie fördern will. „Nur damit werden Deutschland und Europa auch in Zukunft zu den sieben in der Halbleiterbranche aktiven Regionen gehören“, so zur Verth. Für den aktuellen Versorgungsengpass gibt es laut ZVEI keine kurzfristige politische Lösung. Wichtig sei die Konzentration auf mittelfristige Förderprojekte wie IPCEI, um die technologische Souveränität Europas langfristig zu sichern. „Der ZVEI hat von Beginn an bei IPCEI mitgearbeitet und setzt sich dafür ein, dass das Projekt Fahrt aufnimmt." Auch der European Chips Act und die europäische Industrieallianz für Prozessoren und Halbleitertechnik sollten schnellstmöglich angegangen werden.

Weitere Informationen

  • Ausgabe: 12
  • Jahr: 2021
  • Autoren: Werner Schulz

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