Diese Seite drucken
Mittwoch, 01 März 2023 08:25

Neuer Knotenpunkt für Wasserstoff in Wilhelmshaven erwogen

von Redaktion
Geschätzte Lesezeit: 1 - 2 Minuten
Neuer Knotenpunkt für Wasserstoff in Wilhelmshaven erwogen Bild von Helga Kattinger auf Pixabay

British Petroleum (BP) will den Bau eines neuen Knotenpunkts für Wasserstoff in Wilhelmshaven prüfen. Im Rahmen des Projekts würde BP einen Ammoniak-Cracker bauen, der ab 2028 jährlich bis zu 130.000 Tonnen kohlenstoffarmen Wasserstoff aus grünem Ammoniak bereitstellen könnte. Grüner Ammoniak, der aus einer Kombination von Stickstoff und mittels Elektrolyse aus Wasser gewonnenem Wasserstoff hergestellt wird, soll von internationalen, grünen Wasserstoffprojekten von BP nach Wilhelmshaven geliefert werden.

Der Cracker wandelt grünen Ammoniak in grünen Wasserstoff um, indem er das größere Molekül in seine kleineren Stickstoff- und Wasserstoffkomponenten aufspaltet. Diese können im Anschluss an den Prozess direkt verwendet werden. Die Anlage könnte insgesamt bis zu 130.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr produzieren. Das entspricht einem Energieinhalt von 4,3 TWh – für 2030 wird ein H2-Bedarf von 95–130 TWh erwartet. Bei entsprechender Marktentwicklung für neue Kraftstoffe wäre es möglich, das Projekt auszubauen. Das Projekt soll auf der bestehenden Infrastruktur des NWO-Terminals in Wilhelmshaven aufbauen, an dem BP bereits beteiligt ist. Mit seinem Tiefwasserhafen und seinem Pipelinesystem ist es eines der wichtigsten Energieterminals des Landes und eine wichtige Stütze für die Energiewende in Deutschland. BP schlägt zudem vor, bestehende ungenutzte Öl-Pipelines zu verwenden und vorhandene Gaspipeline-Infrastruktur für den Wasserstofftransport umzurüsten. Der kohlenstoffarme Wasserstoff könnte dann zu Kunden im Ruhrgebiet und anderen Nachfragezentren geliefert werden. Das geplante Projekt ist das jüngste in einer ganzen Reihe von Wasserstoffprojekten von BP in Deutschland. Es folgt auf die Projekte Get H2 Nukleus und Lingen Green Hydrogen. Gemeinsam sollen sie energieintensive Branchen wie die Chemie- und Stahlindustrie dabei unterstützen, die COEmissionen in ihren Produktionsverfahren zu reduzieren.

Weitere Informationen

  • Ausgabe: 2
  • Jahr: 2023
  • Autoren: Redaktion

Ähnliche Artikel