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Sonntag, 18 Juni 2023 11:42

Lithium aus europäischen Quellen

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Die Forschenden des KIT untersuchen, wie sie Li-Ionen aus Salzlösungen selektieren können, um neue Li-Quellen zu erschließen Die Forschenden des KIT untersuchen, wie sie Li-Ionen aus Salzlösungen selektieren können, um neue Li-Quellen zu erschließen (Foto: Amadeus Bramsiepe, KIT)

Bis 2030 soll sich der Lithiumbedarf um das 18-fache und bis 2050 sogar um das 60-fache erhöhen. Im Projekt LiCORNE (Lithium Recovery and Battery Grade Materials Production from European Resources), an dem das KIT beteiligt ist, wollen Partner aus Forschung und Industrie Lithium aus europäischen Quellen wie Thermalwässern, mineralischen Vorkommen oder Altbatterien gewinnen, um die Rohstoffabhängigkeit zu verringern. Außerdem wollen sie kosteneffiziente, sichere und flexible Technologien zur Gewinnung des Leichtmetalls entwickeln, die eine höhere Ausbeute bei gleichzeitig sehr geringem ökologischem Fußabdruck ermöglichen.

„Am KIT untersuchen wir die Lithium-Gewinnung mithilfe elektrochemischer Methoden aus geothermalen Tiefenwässern im Oberrheingraben“, sagt Dr. Fabian Jeschull vom Institut für Angewandte Materialien des KIT. Eisenbasierte Batteriematerialien dienen dazu, Ionen aus lithiumhaltigen wässrigen Salzlösungen zu filtern. Die Forscher wollen auch ausgediente Lithium-Ionenspeicher recyceln. Das Projekt wird mit rund 6,8 Millionen Euro für die nächsten vier Jahre gefördert.

Weitere Informationen

  • Ausgabe: 5
  • Jahr: 2023
  • Autoren: Dr. Claudia Bäßler

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