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Donnerstag, 28 April 2022 13:30

Die Macht der Gedanken

von
Geschätzte Lesezeit: 3 - 5 Minuten

Was eine gestohlene Geldbörse mit der Macht der Gedanken zu tun hat.

Meine Geldbörse – weg. Verschwunden. Gestohlen. Von einem Trickdieb im Zugabteil. Ich war entsetzt und sprachlos – was nicht sehr oft vorkommt.

Aber der Reihe nach. Im März war ich wieder in Wien, um meine Familie und Freunde zu besuchen. Meine Rückreise lief wunderbar – bis München.

Dort wurde mir dann während des Halts mein Portemonnaie sehr trickreich aus der Tasche entfernt. Und zwar aus dem Damenabteil, in dem ich saß und dem Treiben am Bahnsteig vom Zugabteil aus sehr gelangweilt zuschaute.

Die Langeweile war schnell vorbei, als ein älterer Herr mit seiner blauen, etwas größeren Sporttasche in unser Damenabteil kam. Meine Mitfahrerin hat sehr rasch ablehnend reagiert. Er meinte jedoch, er möchte nur das Gepäckstück für seine hüftkranke Marta deponieren.

So kam es, dass wir gemeinsam versuchten, das sperrige Ding im Abteil unterzubringen. Keine Chance. Also hat er unser Abteil rasch wieder verlassen.

wallet gc39aa9be5 1920Kurz vor Augsburg wollte ich mir im Bordbistro einen Café-to-go holen und guckte nach meiner Geldbörse. Nur – sie war nicht auffindbar. Weder in meiner Tasche. Noch in der PC-Tasche. Auch nicht unter den Sitzbänken oder gar in irgendwelchen Ritzen. NEIN – einfach weg.

Mein Blutdruck kletterte höher. Ich wurde immer hektischer. Meine Mitfahrerinnen hatten sich mittlerweile an meiner Suche beteiligt. Nach einigem Hin und Her meinte eine der Damen im Abteil, es könne nur der Mann gewesen sein, der sich so hilfsbereit um das Gepäck seiner Marta kümmerte … Womit sie wohl recht hatte. Mein nächster Weg führte mich dann doch ins Bordbistro. In diesem fand ich endlich den Zugbegleiter und informierte ihn über den Vorfall.

Die Erde drehte sich weiter. Der Zug legte keine Notbremsung hin und fuhr einfach weiter. Ich blieb im Zug – bis Ulm.

Und dort habe ich 2 Stunden auf der Polizeiwache verbracht, bis der Tatbestand zur Gänze aufgenommen war.

In der Zeit im Zug fuhren meine Gedanken im Kopf Karussell. „Wieso passiert das mir?“ „Meine Papiere sind futsch! Was da jetzt an Rennerei auf mich zukommt!“ „Die Polizei ist unfähig!“ um nur einige zu nennen.

Wieso erzähle ich Ihnen das?

Was hat der Verlust meiner Geldbörse mit Ihrem Galvanikbusiness zu tun?

Es geht um die Macht der Gedanken. Denn unsere Gedanken haben immens große Macht über unsere Gefühle, unser Befinden und unser Handeln.

Ich war froh, dass ich noch rund eine Stunde bis Ulm im Zug untätig ausharren musste. Denn dadurch hatte ich Zeit, meine Gedanken zu sortieren. Ich musste doch tatsächlich meinen negativen, lauten Gedanken in meinem Gehirn sehr bestimmt die Stopptafel hinhalten.

Unsere Gedanken beeinflussen, wie wir Dinge um uns herum wahrnehmen, wie wir sie bewerten und wie wir darauf reagieren. Und diese Bewertungen, seien es positive oder negative, kommen aus Erfahrungen und Erlebnissen aus unseren Kinder- und Jugendtagen.

Diese „untätige“ Stunde im Zug vor Ulm habe ich genutzt um meine Gedanken wieder unter Kontrolle zu bekommen. Und handlungsfähig zu werden. Noch im Zug sperrte ich meine Karten.

Auch im Business gibt es immer wieder Situationen, die einen hinunterziehen und aus dem Konzept bringen. Gerade jetzt in schwierigen Zeiten der Pandemie, wenn die Politik keine klaren Ansagen macht. Wenn durch einen Krieg Undenkbares geschieht. Wenn unverschuldet lange Lieferzeiten die Liquidität empfindlich stören. Wenn der Chef selbst sich um die glänzenden Oberflächen der Teile kümmern muss und auf seine Wurzeln als Galvaniseur zurückgreift, weil Mitarbeiter Corona-bedingt ausfallen.

Ich gebe meinen Gedanken an den reaktionsschnellen Trickdieb keine Chance mehr, negativ zu werden. Mittlerweile muss ich schmunzeln, wie dieser Mann mich mit simplen Taschenspielertricks hereingelegt hat und mich auf so einfache Art und Weise von meiner Geldbörse befreit hat. Trotzdem hoffe ich, dass ihm das Handwerk sehr bald gelegt wird.

Hier nun mein Tipp, wie Sie Ihre Gedanken besser kontrollieren können:

Der Gedankenstopp

Um das negative Gedankenkarussell im Kopf zu stoppen, wurde in den 1950er-Jahren eine Technik in der Verhaltenstherapie entwickelt, die sich für den Stopp aller negativen und nervigen Gedanken eignet, die nicht der Problemlösung dienen.

Er funktioniert so:

Malen Sie sich in Gedanken ein rotes Stoppschild aus. Und sagen Sie laut oder in Gedanken „STOPP“ – damit unterbrechen Sie Ihre Gedanken zuerst einmal. Atmen Sie langsam ein und wieder aus und stellen Sie sich etwas Entspannendes vor.

Hinterfragen Sie anschließend Ihre Gedanken:

  • Stimmt es wirklich?
  • Stimmt es immer?
  • Stimmt es für alle?
  • Stimmt es nur für mich?

Und denken Sie immer daran:

SIE sind Chef in IHREM Kopf. Sie haben die Wahl, wie Sie sich fühlen möchten, denn Sie kontrollieren Ihre Gedanken.

Foto: Adobe Stock

 

ZUR PERSON

Manuela Schmied-Wolfsbauer absolvierte ihr Masterstudium zur Sozialmanagerin an der Donau-Universität Krems und war seit ihren 20igern mit unterschiedlichen Führungsaufgaben betraut. Vor ihrer Selbstständigkeit als Managementcoach arbeitete sie für die Firma UTIKAL Automation GmbH & Co. KG als Prokuristin und kaufmännische Leiterin.

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Mein kostenloses Angebot an Sie:

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  • Ausgabe: 4
  • Jahr: 2022
  • Autoren: Manuela Schmied-Wolfsbauer

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