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Dienstag, 15 März 2022 16:21

And the Winner is … ‘Silicon Junction’ Magdeburg

Geschätzte Lesezeit: 1 - 2 Minuten
Der weiträumige Campus ‘Silicon Junction’ von Intel bei Magdeburg Der weiträumige Campus ‘Silicon Junction’ von Intel bei Magdeburg

Nun ist es offiziell: Am 15.3. um 14 Uhr MEZ bestätigte Intel-CEO Pat Gelsinger in einem weltweiten Webcast die milliardenschweren Pläne für die neue Chipfabrik in Magdeburg mit Strukturdimensionen "im Angström-Bereich", also solchen um und unter 3 nm. Intel will anfangs 17 Mrd. Euro in zunächst zwei  Fabs investieren und damit, wie Gelsinger hervorhob, an die 7000 Arbeitsplätze beim Bau des Werks und 3000 permanente Jobs in der späteren Fertigung schaffen – neben einigen Zehntausend weiteren bei Zulieferern und in der Infrastruktur. Das ist ein bedeutender Gewinn für die Stadt und das Land Sachsen-Anhalt. Gelsinger: "Deutschland ist der ideale Platz für fortschrittliches Chipmaking." ‘Silicon Junction’ Magdeburg soll als Verbindungspunkt für andere Innovationszentren in der Region und in Deutschland fungieren. Die Entscheidung war bereits für Anfang März erwartet worden – wohl auch angesichts der dramatischen weltpolitischen Ereignisse hat Intel sich dafür dann nochmal weitere 10 Tage Zeit gelassen.

Das Projekt in Magdeburg gehört zur ersten Phase eines gewaltigen Investitionsprogramms von 80 Mrd. Euro in der EU über die kommenden zehn Jahre "entlang der gesamten Halbleiter-Wertschöpfungskette, von F&E bis zum Packaging". Die Bauarbeiten sollen in der ersten Hälfte 2023 beginnen, die Fertigung 2027 anlaufen. Auch Foundry-Kunden sollen von hier aus im Rahmen von Intels IDM 2.0 Strategie bedient werden.

Gleichzeitig verkündete Gelsinger die Errichtung eines neuen europäischen F&E-Hubs in Plateau de Saclay (Frankreich), der als Intels europäisches Hauptquartier für High Performance Computing (HPC) und Künstliche Intelligenz fungieren soll. Dort sind insgesamt 1,000 Hightech-Arbeitsplätze vorgesehen, davon 450 bis Ende 2024. Weitere Investitionen und Aufstockungen bestehender Niederlassungen sind in Leixlip (Irland) Italien, Gdansk (Polen) und Spanien geplant, um Intels Engagement auf einen europaweiten Level zu heben. Das soll, mit tatkräftiger Hilfe der EU und der nationalen Regierungen, zur Entwicklung eines leistungsfähigen "europäischen Chip-Ökosystems" der nächsten Generation und der Sicherung ausgeglichener und stabiler Lieferketten dienen. Ausdrücklich bezog sich Gelsinger auf den EU Chips Act und dessen Anreize für umfangreiche Investitionen und Neugründungen in die F&E-Infrastruktur und in die Chipfertigung auf europäischem Boden.

Darüber hinaus sollen natürlich die Kooperationen mit europäischen Forschungsinstitutionen wie imec in Belgien, TU Delft in den Niederlanden, CEA-Leti in Frankreich und den Fraunhofer-Instituten in Deutschland fachspezifisch vertieft werden.

Weitere Informationen

  • Ausgabe: 4
  • Jahr: 2022
  • Autoren: Werner Schulz

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