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Donnerstag, 09 September 2021 11:59

Bericht aus Indien

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Geschätzte Lesezeit: 2 - 4 Minuten

Graphen und Kunst

Kunstwerke verfallen mit der Zeit, weil sie UV- und sichtbarem Licht, Luft, Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit ausgesetzt sind. Mit Unterstützung der Stiftung für Forschung und Entwicklung Hellas haben Wissenschaftler an der Universität Patras, in Kooperation mit Kollegen aus der Universität Florenz, untersucht, ob eine Art Schleier von Graphen dieses Problem beheben könnte.

Ein durchsichtiger, flexibler Graphen-Film wurde mittels chemischer Gasphasenabscheidung gebildet. Die Schichtdicke war einatomig und die Größe der Schicht konnte beliebig variiert werden. Die Membran war Feuchtigkeit gegenüber impermeabel und chemisch inert. Außerdem konnten UV-Strahlungen zum großen Teil absorbiert werden. Im Gegensatz zu den bekannten Schutzmethoden konnte die Schutzfolie leicht entfernt werden, ohne die Oberfläche des Kunstwerks anzugreifen oder zu beschädigen. Mehr als 50 Substrat-Typen wurden untersucht.

Die Autoren der Veröffentlichung sprechen von einem Schutzfaktor von bis zu 70 %. Falls das Kunstwerk keine glatte Oberfläche aufweist, kann eine Graphen-Schutzfolie auf dem schützenden Glas ebenso wirksam sein.

Nature Nanotechnology 2021, DOI https://doi.org/10.1038/s41565-021-00934-z

Au-As Affinität

Verhalten der Oberfläche beim Entfernen der Folie: Pappe vor der Graphen- Beschichtung (A-i) und nach Entfernung der Graphen-Folie (A-ii); Kunstdruckpapier  vor der Graphen-Beschichtung (B-i) und nach Entfernung der Graphen-Folie (B-ii)  Verhalten der Oberfläche beim Entfernen der Folie: Pappe vor der Graphen- Beschichtung (A-i) und nach Entfernung der Graphen-Folie (A-ii); Kunstdruckpapier vor der Graphen-Beschichtung (B-i) und nach Entfernung der Graphen-Folie (B-ii) Die Goldbergwerke in Karnataka (Indien), Salsigne (Frankreich), Sierra Nevada (USA), Snowy River (Neuseeland) und Vitoria (Australien) weisen hohe Konzentrationen von Arsen auf. Es ist bekannt, dass (nicht nur) Arsen eine hohe Affinität zu Gold hat. Die Mineralien Pyrit und Arsenopyrit nehmen Gold wie ein Schwamm auf und es entstehen chemische Verbindungen.

Eine internationale Gruppe von Geochemikern hat jetzt, dank der ESRF in Grenoble, eine Erklärung dafür. Wenn ein Mineral mit Arsen angereichert ist, bildet Gold eine chemische Verbindung mit Arsen, in etwa eine Au2+ und As-1 Verbindung, die als Stabilisator wirkt. Wenn die Konzentration von Arsen nicht ausreichend ist, bildet Gold an der Oberfläche nur eine schwache Verbindung mit Schwefel. Entsprechend diesen Beobachtungen wird die Rolle von Arsen als die einer Pumpe betrachtet.

Goldschmidt Konferenz 2021, https://phys.org/news/2021-07-gold-arsenic.html;

doi: 10.7185/geochemlet.2112

e-Müll und Staatssicherheit

Der Bedeutungsgehalt des Begriffs „Staatssicherheit“ ändert sich mit der Zeit für jedes Land. Unter Sozialismus, Kommunismus, Nationalismus und Demokratie und in Zeiten des kalten Krieges bekam der Begriff jedes Mal eine andere Bedeutung. Aktuell werden die USA und China als die zwei einflussreichsten Länder der Welt gesehen. Früher waren Länder miteinander entweder befreundet oder verfeindet. Mittlerweile ist die Trennung unscharf geworden. Gleichzeitig, Thema-bedingt, können Länder freundlich und feindlich sein („Frenemies“, etwa „Freinde“ auf deutsch). Und das Misstrauen steigt.

Arsen hat eine hohe Affinität zu Gold. Auch Pyrit und Arsenopyrit nehmen Gold aufArsen hat eine hohe Affinität zu Gold. Auch Pyrit und Arsenopyrit nehmen Gold aufDie rasanten Entwicklungen im Bereich Technik, Kommunikation und Transport hatten eine zunehmend schnellere Globalisierung und Polarisierung verursacht, mit direkter Auswirkung auf die Staatssicherheit. Zwei Entwicklungen wollten die Bedeutung des Begriffs Staatssicherheit wieder umdefinieren: Die Covid-19 Pandemie und die Verfügbarkeit der seltenen Elemente, die für die stark technisch verknüpften Life-Styles von heute unentbehrlich sind. Im Jahr 2019 wurden laut den Vereinten Nationen 50 Mio. Tonnen e-Müll weggeworfen, wovon nur maximal 17 % wieder verwertet wurden. Wie zu erwarten, gingen kritische Rohstoffe, darunter die Seltenen Erden, Gold, Silber, Kobalt, Gallium, Germanium, Indium und Tellurium, verloren. Ein Grund dafür sind die niedrigen Konzentrationen dieser Elemente in e-Müll, was die Rückgewinnung erschwert oder unwirtschaftlich macht.

Diese Rohstoffe sind auch für die Verteidigungsindustrie sehr heikel. Weil zur Zeit praktisch nur China über die Seltenen Erden verfügt, wird das von vielen Ländern als eine Gefahr für die Staatssicherheit betrachtet. Die Lieferkette wird als gefährdet klassifiziert.

https://www.eurekalert.org/pub_releases/2021-05/tca-rcm043021.php; https://cewaste.eu/ 

 

Weitere Informationen

  • Ausgabe: 8
  • Jahr: 2021
  • Autoren: Dr. Nagaraj N. Rao

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