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Prüfstand für teil- und vollautonome Fahrzeuge

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Geschätzte Lesezeit: 3 - 5 Minuten
Multifunktionsprüfstand x-road curve bei KOTSA Multifunktionsprüfstand x-road curve bei KOTSA

Dürr Assembly Products hat mit x-road curve in Korea einen Prüfstand für autonome und teilautonome Fahrzeuge in Betrieb genommen. Beteiligt am Projekt war dSPACE.

Das Unternehmen der Dürr Systems AG, einem renommierten Lieferanten von Fertigungstechnologie unter anderem für die Automobilindustrie, hat den innovativen Multifunktionsprüfstand für autonome und teilautonome Fahrzeuge x-road curve für den Auftraggeber Korea Transportation Safety Authority (KOTSA) entwickelt und nun erfolgreich in Betrieb genommen. KOTSA ist eine staatliche Behörde, die für die Fahrzeug- und Verkehrssicherheit verantwortlich ist. Sie hat in Korea eine ähnliche Funktion wie der TÜV in Deutschland und ist für die PTI (Periodical Technical Inspection) verantwortlich.

Das Projekt x-roasd curve wurde von Dürr Assembly Products in Kooperation mit dSPACE, einem Spezialisten für die Simulation von Fahrszenarien.

Anders als bei konventionellen Rollprüfständen ermöglicht der x-road curve das freie Fahren mit Lenkbewegungen zur Kurvenfahrt. Lasermesstechnik erfasst den Lenkwinkel der Vorderachse und ein schwenkbares Rollenaggregat gleicht die Bewegungen der Vorderräder automatisch aus. So bleibt das Fahrzeug unabhängig von der Lenkradstellung auch bei hohen Geschwindigkeiten in der Mitte des Prüfstands positioniert. Im Zusammenspiel mit den von den Projektpartnern realisierten virtuellen Umgebungen können typische Verkehrssituationen simuliert werden, auf die die im Fahrzeug verbauten Sensoren reagieren müssen. Auf diese Weise lassen sich Fahrassistenzsysteme auf ihre Funktionsfähigkeit überprüfen.

Wie das in der Praxis aussieht, demonstrierte Dürr Assembly Products den Verantwortlichen von KOTSA auf seinem Prüfstand in Püttlingen. Erstmals haben die Experten dafür ein beliebiges Fahrzeug von der Straße eingesetzt. Sie simulierten zwei Szenarien:

  • Das Fahrzeug droht die Fahrbahn zu verlassen, sodass ein Lenkeingriff erforderlich ist.
  • Ausgelöst durch ein bremsendes vorausfahrendes Fahrzeug muss eine Notbremsung erfolgen.

Diese und andere realitätsnahe Verkehrssituationen werden auf einem Monitor abgebildet. Radarsignale simulieren, passend zur Darstellung auf dem Monitor, andere Verkehrsteilnehmer.

Timo Wallscheid, Produktlinienmanager x-road bei Dürr Assembly Products, sieht die erfolgreiche Inbetriebnahme des x-road curve als großen Schritt bei der Prüfung von teil- und vollautonom fahrenden Fahrzeugen: Erstmalig wurden sicherheitsrelevante Systeme eines unpräparierten Fahrzeugs in einer simulierten Verkehrssituation auf ihre tatsächliche Reaktion geprüft. Der lenkbare Funktionsprüfstand x-road curve von Dürr und die Simulationsumgebung von dSPACE haben sich hierbei perfekt ergänzt.“

Dirk Berneck, Senior Manager Engineering Services bei dSPACE, sieht die neue Gesamtabsicherungslösung von Dürr und dSPACE als wegweisend für die Erprobung und Homologation hochautomatisierter Fahrzeuge durch technische Prüforganisationen und erläutert: „Bildgebende Sensoren wie Radar und Kamera spielen hier eine immer wichtigere Rolle. Die hochpräzise Verkehrs- und Umweltsimulation von dSPACE mit einer umfassenden Bibliothek flexibel ausführbarer Fahrsituationen ermöglicht eine effiziente Absicherung von Fahrzeug und Sensoren auf kompakten Prüfständen.“

Die staatliche KOTSA Der x-road curve wurde am Unternehmenssitz in Gimcheon installiert, in Betrieb genommen und Mitte März offiziell der Öffentlichkeit präsentiert. Anwesend waren u. a. Repräsentanten des koreanischen Ministeriums für Land, Infrastruktur und Transport. Zu den Gästen zählten außerdem die Hyundai Motor Company, Mercedes-Benz Korea sowie Pressevertreter und Vertreter anderer Prüforganisationen wie der deutschen KÜS (Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger).

Sensorik und Aktorik in autonomen und halbautonomen Fahrzeugen sind sehr komplex. Zudem müssen unterschiedliche Softwareversionen kompatibel sein. Dürr Assembly Products, eine Tochter des Dürr Konzerns, rechnet deshalb damit, dass Prüfstände wie der x-road curve künftig unabdingbar sein werden, zumal der Gesetzgeber solche Tests als Nachweis der Betriebssicherheit verlangen wird.

Der Dürr-Konzern ist ein weltweit führender Maschinen- und Anlagenbauer mit ausgeprägter Kompetenz in den Bereichen Automatisierung und Digitalisierung/Industrie 4.0. Seine Produkte, Systeme und Services ermöglichen hocheffiziente und ressourcenschonende Fertigungsprozesse in unterschiedlichen Industrien. Der Konzern beliefert Branchen wie die Automobilindustrie, den Maschinenbau sowie Chemie, Pharma, Medizintechnik und Holzbearbeitung. Im Jahr 2021 erzielte er einen Umsatz von 3,54 Mrd. €. Das Unternehmen beschäftigt rund 17 800 Mitarbeiter und verfügt über 120 Standorte in 33 Ländern. Zum Konzern gehören die Marken Dürr, Schenck und HOMAG und die fünf Divisions:

  • Paint and Final Assembly Systems: Lackierereien sowie Endmontage-, Prüf- und Befülltechnik für die Automobilindustrie, Montage- und Prüfsysteme für Medizinprodukte
  • Application Technology: Robotertechnologien für den automatischen Auftrag von Lack sowie Dicht- und Klebstoffen
  • Clean Technology Systems: Abluftreinigungs-anlagen, Schallschutzsysteme und Beschichtungsanlagen für Batterieelektroden
  • Measuring and Process Systems: Auswuchtanlagen und Diagnosetechnik
  • Woodworking Machinery and Systems: Maschinen und Anlagen für die holzbearbeitende Industrie.

dSPACE ist einer der weltweit führenden Anbieter von Simulations- und Validierungslösungen, die bei der Entwicklung von vernetzten, selbstfahrenden und elektrisch angetriebenen Fahrzeugen eingesetzt werden. Mit dem durchgängigen Lösungsangebot des Unternehmens entwickeln und testen vor allem Automobilhersteller und ihre Zulieferer Software- und Hardware-Komponenten ihrer neuen Fahrzeuge, lange bevor ein neues Modell auf die Straße kommt.

Aber nicht nur in der Fahrzeugentwicklung ist das Unternehmen ein gefragter Partner; auch in der Luft- und Raumfahrt oder in der Industrieautomation verlassen sich Ingenieure auf das Know-how von dSPACE. Das Angebot reicht von durchgängigen Lösungen für die Simulation und Validierung über Engineering- und Consulting-Leistungen bis zu Training und Support. Das Unternehmen hat mehr als 2000 Mitarbeiter weltweit. Stammsitz ist in Paderborn, drei Projektzentren in Deutschland sowie Landesgesellschaften in den USA, Großbritannien, Frankreich, Japan, China, Kroatien und Korea zeigen die globale Ausrichtung.

www.durr.com
www.dspace.de

Weitere Informationen

  • Ausgabe: 7
  • Jahr: 2022
  • Autoren: Volker Tisken
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