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Mittwoch, 24 Januar 2024 12:00

Die neue Alternative – Hackschnitzel vs. Gas - Energiesparserie Teil 6

von
Geschätzte Lesezeit: 2 - 3 Minuten
Gasbrenner im Heizraum    Gasbrenner im Heizraum Foto: Sven Reimold

Hat Gas noch eine Zukunft? Ist Gas zum Heizen wirklich noch wettbewerbsfähig gegenüber Öl oder nachwachsenden Rohstoffen? Diesem Thema wollen wir uns zum Start ins neue Jahr annehmen. Bei MVB in Bretten haben wir uns einen ETA 80 KW Hackschnitzel-Automaten gekauft. Dieser ist zwar noch nicht in Betrieb, aber die Werte sprechen für sich.

Hat Gas noch eine Zukunft?

Aufgrund der Sanktionen gegenüber Russland und der Zerstörung der Ostseepipelines Nordstream 1 und 2 wurde es mal kurz eng mit dem Gas. Dann folgte die Panikmache mit den Gasspeichern. 2022 sagte man uns noch, die Gasspeicher werden nicht schnell genug gefüllt. Ja warum denn nur? Weil man nie zu 80 oder 90 % gefüllt hat. Die Füllmenge wurde im Sommer auf 30 % heruntergefahren; begonnen, die Speicher zu füllen, wurde erst im Oktober. Günstiger wird es auf keinen Fall mehr. Das jetzt genutzte Flüssigerdgas (LNG – liquefied natural gas) muss schon durch den aufwendigen Transport wesentlich teurer sein.

Folgende Steuern fallen mittlerweile auf Gas an:

  • Erdgassteuer
  • CO2 Steuer
  • Gasspeicherumlage
  • Billanzierungsumlage.

Allein die CO2-Steuer auf Gas wird bis 2026 auf 1,18  ct/ kWh steigen. 2021 waren es noch 0,46 ct/kWh. Ich selbst rechne mit einem wesentlich höheren Anstieg, da für 2024 schon ein höherer CO2-Preis zugrunde gelegt wird als geplant. Aktuell liegen wir bei 0,544 ct/kWh für den CO2 Preis und bei 0,55 ct/kWh für die Erdgassteuer. Ein großer Vorteil von Gas, ist natürlich, dass sich Anwender um nichts kümmern müssen. Sie bezahlen nur die monatliche Abnahmemenge. Sie müssen nicht in Vorleistungen gehen oder Tanks reinigen wie es bei Öl der Fall ist. Wir haben aktuell in Zaisenhausen bei Strähle Metallveredelung einen 300 KW-Gaskessel mit einem modulierenden Brenner. Dieser kann zwischen 50 und 250 kW modulieren, ist als Spitzenlastkessel ausgelegt, sofern die Blockheizkraftwerke im Winter nicht die gewünschte Wärme erzeugen sollten.gt 2024 01 029Heizkessel für Hackschnitzel

Die Vorteile der Gasheizung

  • Hoher Wirkungsgrad.
  • Kaum Energieverlust.
  • Sichere Wärmeversorgung.
  • Platzsparende Installation möglich.
  • Günstiger Anschaffungspreis.

Hackschnitzelheizung

Die Überlegung, einen neuen unabhängigen Rohstoff zum Heizen der Prozesswärme zu finden geht mir schon lange im Kopf herum. Welche Alternativen gibt es zu Öl und Gas. Vielleicht noch die Solarpanels um die Wärme einzufangen. Aber was ist im Winter, wenn keine Sonne scheint und die Paneele zu allem Überfluss noch mit Schnee bedeckt sind. Somit haben wir uns auf Hackschnitzel konzentriert.

Nachteile einer Hackschnitzelanlage

  • Platzbedarf – man benötigt einen zusätzlichen Bunker zum Vorhalten des Hackgutes.
  • Es wird ein großer Pufferspeicher benötigt.

Vorteile einer Hackschnitzelanlage

  • Es gibt keine zusätzlichen Steuern.
  • Man kann jegliche Holzarten damit verheizen. Sollte es kein Hackgut geben, gehen auch Pellets oder Energiepflanzen (Umstritten).
  • Niedrige Betriebskosten
  • CO2 Neutral
  • Hoher Wirkungsgrad.

Top Tipp vom Autor

Wer also überlegt von Öl auf einen anderen Brennstoff umzusteigen, ist vielleicht aktuell besser beraten, alternative Energien zu nutzen. Hackschnitzelanlagen sind zwar in der Anschaffung teuer und benötigen einen hohen Platzbedarf, sind aktuell aber noch förderfähig , da nicht klimaschädlich. Dazu gibt ein Bundesförderprogramm : wenn 80 % der Wärme als Prozesswärme genutzt werden, gibt es 50 % Zuschuss auf die Gesamtmaßnahme. Mit Kosten zwischen 3,2 und 4,8 cent/kWh liegen wir noch deutlich kostengünstiger als die anderen Brennstoffe (Gas 5,5 cent/kWh netto zzgl. o.g Steuern und Öl bei
9,4 cent/kWh inkl. aktueller CO2-Umlage)

Demnächst: Moderne Kompressoren – Wärmerückgewinnung

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen

  • Jahr: 2024
  • Autoren: Sven Reimold

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